DB-Mitarbeiter Klaus Berdan zeigt Verkehrsdezernentin Katrin Eder, wie hier das Fahrrad sicher und legal geparkt wird. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Mit dem Fahrrad zum Bahnhof beziehungsweise zum Hauptbahnhof fahren, von dort mit dem Zug weiterfahren. Das macht Sinn und schont die Umwelt. Wenn jedoch sehr viele Menschen dies praktizieren, ergibt sich nicht selten das Bild von wild abgestellten Fahrrädern. Oft finden sich beispielsweise unter einem einzigen Baum Dutzende Räder – so auch am Hauptbahnhof.

Eine kleine Reparaturstation gehört dazu. Foto: Ralph Keim

Doch das muss nicht sein. Denn an der Südseite des Hauptbahnhofs nahe der Alicebrücke wurde eine neue Bike&Ride-Radabbstellanlage mit 470 „Parkplätzen“ auf „zwei Stockwerken“ realisiert. Möglich wurde das 130000 Euro teure Projekt im Rahmen der „Bike & Ride-Offensive“, einer Kooperation zwischen bundesweit zahlreichen Kommunen, hier der Stadt Mainz, und der Deutschen Bahn. Ziel ist, deutschlandweit an den Bahnhöfen insgesamt 100000 neue Fahrradparkplätze zu schaffen.

Klaus Berdan, Leiter Bahnhofsmanagement/DB Station & Service, und Verkehrsdezernentin Katrin Eder stellten das Projekt vor. Berdan demonstrierte dabei der Verkehrsdezernentin, die selbst gerne und oft mit dem Fahrrad unterwegs ist, wie die auf den ersten Blick etwas verwirrenden Gestänge funktionieren. Eine Reparaturstation mit Werkzeug und automatischer Luftpumpe rundet das Angebot hier ab.

Dieses Bild sollte bald der Vergangenheit angehören. Foto: Ralph Keim

Weitere 230 Abstellmöglichkeiten sollen noch bis Ende des Jahres an Gleis 13 des Hauptbahnhofs folgen. Wie Berdan erläuterte seien am Laubenheimer Bahnhof und am Südbahnhof ähnliche Anlagen mit zusammen mehreren Hundert Abstellmöglichkeiten geplant. Dies ist mit Kosten von insgesamt rund 470000 Euro verbunden, wobei die Stadt allerdings lediglich rund 20 Prozent tragen muss.

Verkehrsdezernentin Eder verwies darauf, dass am Hauptbahnhof bald das Fahrradparkhaus in Betrieb genommen werde. Es werde rund 1000 Abstellmöglichkeiten und eine Servicestation bieten. „Wir sind auf der Zielgeraden und suchen nur noch einen Betreiber“, wollte sie ein konkretes Datum allerdings nicht nennen. „Das Fahrrad sicher und geschützt abstellen zu können, ist ein wichtiger Aspekt, besonders bei hochwertigen Rädern“, unterstrich die Dezernentin.

Wie DB-Mitarbeiter Berdan informierte, werde die Bahn jetzt aber so langsam den Druck auf die „Falschparker“ erhöhen. Daher: Lieber das Rad legal abstellen. Sonst könnte es passieren, dass der Drahtesel „abgeschleppt“ wird.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“