Vorstandssprecher Bernhard Kurz während seines Jahresberichts. Foto: Ralph Keim

BUDENHEIM – Corona machte es zwangsweise notwendig: Die Generalversammlung der Budenheimer Volksbank musste in diesem Jahr virtuell, also per Online-Telefon-Schaltung über die Bühne gehen. Vorstandssprecher Bernhard Kurz und Wolfgang Klein, Vorsitzender des Aufsichtsrates, saßen in der Budenheimer Volksbank und gaben ihre Berichte ab. Die Mitglieder, die an der Versammlung teilnehmen wollten, hatten sich vorher anmelden müssen. Sie verfolgten alles über den heimischen PC beziehungsweise hörten über das Telefon mit.

Vorstandssprecher Kurz berichtete von einem Bilanzvolumen in Höhe von 198,8 Millionen Euro zum Ende des vergangenen Jahres. Dies entspricht einer Steigerung von 15 Millionen Euro. Der Bilanzgewinn liegt bei rund 189000 Euro. Die Mitglieder können sich auf eine Dividende von acht Prozent auf ihre Geschäftsguthaben freuen. Derzeit zählt die Budenheimer Volksbank mehr als 2230 Mitglieder.

Weitere wichtige Kernzahlen: Mit rund 112 Millionen Euro stellen die Forderungen an die Kunden die größte Position auf der Aktivseite dar. „Sämtliche vertretbaren Kundenwünsche wurden von uns umgesetzt“, führte der Vorstandssprecher weiter aus. Insgesamt wurden Kredite in Höhe von rund 21 Millionen Euro neu bewilligt. Das Eigenkapital liegt bei rund 25 Millionen Euro, womit man das Wunschziel von zehn Prozent der Bilanzsumme schon fast erreicht hat.

Wolfgang Klein hat sich aus dem Aufsichtsrat der Budenheimer Volksbank verabschiedet. Foto: Ralph Keim

„Strukturbedingt sind wir, da wir nur eine Geschäftsstelle haben, eine sehr kostenbewusste Bank“, so Bernhard Kurz in seinem Bericht weiter. Diese Kostenvorteile werden an die Kunden und Mitglieder weitergegeben. Hinzu komme, dass die Budenheimer Volksbank auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für die Kommune und die Region darstellt: Dies verdeutlichen unter anderem die rund 170000 Euro an Mehrwertsteuer sowie die rund 1,41 Millionen Euro an Steuern und Abgaben, die die Bank geleistet hat. Nicht zu vergessen die rund 50000 Euro an Ausschüttungen, die die Budenheimer Volksbank über ihre Stiftung auch im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistet hat.

Insgesamt bezeichnete Vorstandssprecher Kurz das abgelaufene Geschäftsjahr als sehr zufriedenstellend. Die Coronakrise, die Mitte März voll zuschlug, habe die Bank sehr gut gemeistert, Schalterschließungen konnten vermieden werden. Überhaupt sei die Budenheimer Volksbank die einzige Bank in Budenheim, die noch mit Mitarbeitern vor Ort präsent ist.

Für Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Klein war die besondere Mitgliederversammlung gleichzeitig auch die letzte. Denn er trat nicht mehr für die turnusmäßig anstehende Wiederwahl an. 26 Jahre lang gehörte er dem Gremium an. Zu seiner Verabschiedung erinnerte Vorstandssprecher Kurz daran, dass die Budenheimer Volksbank damals eine Bilanzsumme von umgerechnet 67 Millionen Euro hatte.

„2007 übernahmen Sie dann den Vorsitz“, führte Bernhard Kurz weiter aus. In die Amtszeit von Wolfgang Klein fielen unter anderem die Gründung der Budenheimer Volksbank Stiftung im Jahr 2011, deren erster Vorsitzender er war, außerdem die Erneuerung der Schalterhalle in den Jahren 2015/2016 und die 125-Jahr-Feier der Budenheimer Volksbank im Sommer 2017. Bereits letztes Jahr neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Christian Wiesner, so dass der Aufsichtsrat nach dem Ausscheiden von Wolfgang Klein wieder, zusammen mit Dieter Korfmann und Dr. Gerd Simsch, aus drei Personen besteht.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“