Johannes Bersch (re.) dieses Mal musikalisch mit Sebastian Kraus. Foto: Elke Fauck

GONSENHEIM – Die vierte Auflage der Narrenschau, die der GCV und die Füsiliergarde bisher in Kooperation mit dem Otto-Schott-Gymnasium durchgeführt hatten, erfolgte in diesem Jahr Corona-bedingt ohne die Schule und als Online-Streaming. „Viele Veranstaltungen werden momentan aufgrund der widrigen Umstände abgesagt. Wir haben uns entschlossen neue Wege zu finden, damit wir dennoch in der kommenden Kampagne unser Mainzer Brauchtum pflegen und sicher feiern können“, fasst Martin Krawietz, Präsident des GCV, die Motivation zu diesem Schritt zusammen.

„Passend zu ‚ GCV goes digital‘ haben wir auch unsere neue Homepage gestaltet. Wir haben zum genau richtigen Zeitpunkt eine tolle Plattform um den derzeit modernen Herausforderungen gerecht zu werden“, erklärte Stephan Schuth, Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit.

Thurid Schäfer und Christophe Hinz, die durch die Streamung führten, erklärten den Zuschauern, dass jeder Neuling, bevor er sich bei der Narrenschau präsentiert, einen erfahrenen Paten zur Seite bekommt, der ihm wertvolle Tipps gibt.

Der Moderator, der sich in der Vergangenheit eher musikalisch präsentierte, führte mit seiner „Ode an die Bütt“ ein Zwiegespräch mit diesem Utensil. Auch hier blieben die Leiden der pandemiegeplagten Bürger nicht außen vor. „Statt Strandurlaub in Mazedonien, gab’s Wespenplage auf Balkonien“. Doch die Fastnacht sieht Hinze als Medizin.

Die vier Jungs von der Herpes House Band hatten ihr Sprungbrett in die Fastnacht bei der katholischen Jugend in Nackenheim.

Annalena Boller nahm als Bürgermeister*innen-Kandidatin die Kommunalpolitik auf’s Korn. Die 17-jährige, die seit sechs Jahren in der Fastnacht aktiv ist, würde die Bürger zur Traubensaftschorle einladen und ist überzeugt, auch einen Vortrag bei den Bohnebeiteln halten zu können.

Patricia Schwab, die seit 20 Jahren bei der Fastnachtsposse mitspielt und mittlerweile auch sonst Rollen als Statistin am Theater hat, ist bedeutend aufgeregter, wenn sie alleine auf der Bühne steht.

Wesentlich erfahrener ist Rudi Hube, der seinen ersten Auftritt bereits 1984 hatte und seitdem von der närrischen Rostra nicht mehr wegzudenken ist.

Mit dem Streaming der LateNarrShow läuteten GCV und FG die coronakonforme Internetfastnacht ein. Foto: Elke Fauck

„Die Fastnacht wird in der nächsten Kampagne anders, denn sie soll mit Hirn und Abstand gefeiert werden“, davon ist der Leiter des modernen Musikzugs der Füsiliergarde, Friedhelm Jungbluth, überzeugt. Er betreut etwa 50 Mitglieder, weitere Interessenten sind gerne willkommen. Kontaktdaten sind der Homepage der Füsiliergarde zu entnehmen.

Der „Vereidigte Messwoilieferant“ alias Werner Ott berichtete von seinen Liefertouren durch die Mainzer Pfarreien. Ob da wohl am Ende noch was übrig war?

Als Mainzer Musiker der Weltruhm genießt, freut sich Adrian Werum immer wieder auf der vierfarbbunten Bühne seiner Heimatstadt zu stehen und komponiert auch gerne die passenden Lieder. Das Interview mit den beiden Moderator*innen beendete er mit seinem Kreppellied. Spätestens seit er es als „Moguntia“ in die Fernsehsitzung geschafft hat, hat Johannes Bersch in Mainz und Umgebung einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt. Dass er auch singen kann, zeigte er bei der LateNarrShow gemeinsam mit Sebastian Kraus. „Do musste erst emol druff kumme“ hatten beide kaum geprobt und die letzte Strophe entstand nur wenige Minuten vordem Auftritt.

Eine Veranstaltung, von der sogar die Präsidenten beider Vereine, Martin Krawietz und Oliver Kohl, begeistert waren.

Als nächste Online-Veranstaltung des GCV finden die beliebten Närrischen Kammerspiele am 14.11.2020 um 20.15 Uhr statt. Karten können über die Homepage bestellt werden.

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Elke Fauck
Seit November 2013 arbeite ich als freie Mitarbeiterin für die Lokale Zeitung. Hauptsächlich schreibe ich für Gonsenheim, Mombach und Finthen – aber auch gelegentlich andere Vororte oder die Innenstadt. Ich favorisiere kulturelle Veranstaltungen wie Vernissagen, Konzerte etc., auch während der Fastnachtszeit bin ich sehr gerne für die Lokale unterwegs. Doch die Mischung macht’s – deshalb berichte ich über alle Themen.