Manuela Kabisch von Kidicare kümmert sich um Elif. Foto: Johanniter

Kinderintensivpflege ist stets zur Stelle

Sich um ein schwerkrankes Kind oder ein Kind mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigung zu kümmern, erfordert viel Zeit und Zuwendung. Eltern gehen oft an ihre Belastungsgrenze und brauchen Unterstützung bei der Pflege und Versorgung. Kidicare, die ambulante Kinderintensivpflege der Johanniter, ist dann zur Stelle.

Die Familien haben Tag und Nacht einen kompetenten Ansprechpartner, der nicht nur professionelle Pflege leistet, sondern Eltern und der gesamten Familie beisteht. Dieses Jahr feiert Kidicare seinen 20. Geburtstag. Die offizielle Feier wurde aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben.

 

„Wir freuen uns über jede Spende, um die Arbeit fortzusetzen“ – Interview mit Stefan Jörg, Regionalvorstand Johanniter Rheinhessen

Stefan Jörg. Foto: red

Lokale Zeitung: Mit der ambulanten Versorgung von Kindern haben Sie vor 20 Jahren in Mainz Neuland betreten. Wie ist die Idee entstanden?

Stefan Jörg: Wir haben gesehen, dass es einen Bedarf gibt, schwerstkranke Kinder zu Hause zu versorgen. Eine Mitarbeiterin, die damals neu bei uns angefangen hat, ist mit der Idee der Gründung einer ambulanten Kinderkrankenpflege gekommen. Damit war der Anfang gemacht. Seitdem versorgen wir in Mainz und im gesamten Umkreis viele Kinder.

Lokale Zeitung: Ein heikles Thema ist die Finanzierung der ambulanten Versorgung, wo liegt die Schwierigkeit?

Stefan Jörg: Leider ist es so, dass die Kassen die Leistung nicht voll finanzieren. Das ist sehr ärgerlich, denn dadurch entsteht jedes Jahr aufs Neue ein hohes Defizit. Das muss anderweitig gedeckt werden.

Deshalb ist unser Team das ganze Jahr im Einsatz, um Spenden einzuwerben und Überzeugungsarbeit bei Firmen, Vereinen und Privatpersonen zu leisten.

Das war natürlich in diesem Jahr sehr schwer, denn viele Veranstaltungen sind aufgrund von Corona ausgefallen.

Dazu kam der Mangel an Schutzkleidung, die nur zu sehr überhöhten Preisen eingekauft werden konnte. Wir freuen uns deshalb über jede Spende, damit wir die wichtige Arbeit fortsetzen können.

Lokale Zeitung: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, wie sollte die ambulante Kinderkrankenpflege in 20 Jahren aussehen?

Stefan Jörg: Ich wünsche mir, dass die ambulante Versorgung junger Menschen genauso selbstverständlich wird wie die der Senioren. Die Lobby fehlt und leider erkennt auch die Politik nicht die Notwendigkeit, hier mehr zu tun. Denn schließlich ist die häusliche Versorgung rein finanziell gesehen günstiger als jeder Klinikaufenthalt.

Meine Hoffnung ist, dass sich in den nächsten Jahren daran etwas ändert, denn die Geborgenheit im häuslichen Umfeld kann durch nichts ersetzt werden.

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„Ist eine erfüllende Aufgabe“ – Interview mit Sarah Weber, Pflegedienstleitung

Sarah Weber. Foto: red

Lokale Zeitung: Kidicare feiert Geburtstag. Was macht ihre Arbeit so wertvoll?

Sarah Weber: Schwerstkranke Kinder zu pflegen ist eine sehr erfüllende Aufgabe. Alle Pflegekräfte sind mit viel Empathie bei der Aufgabenerfüllung dabei, werden oft ein Teil der Familie. Wir spüren dabei jeden Tag aufs Neue viel Dankbarkeit. Ganz besonders glücklich sind wir, wenn die jungen Patienten uns ein Lächeln zurückgeben. Das ist das schönste Geschenk.

Lokale Zeitung: Können Sie uns ein Beispiel aus Ihrer konkreten Arbeit nennen?

Sarah Weber: Grundsätzlich versorgen wir alle Kinder, die aufgrund einer Behinderung beeinträchtigt sind. Sehr häufig sind es Erkrankungen im Herz-Lungenbereich. Hier werden unsere kleinen Patienten beatmet und müssen zum Beispiel speziell ernährt werden. Wir sind sehr oft rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche bei den Patienten.

Manchmal heißt es auch endgültig Abschied zu nehmen. Das ist immer eine ganz besonders schwere Zeit. Wir sind auch dann ein Stützpfeiler für die Angehörigen.

Lokale Zeitung: Warum ist die ambulante Versorgung von Kindern wichtig?

Sarah Weber: Hier gilt das gleiche wie bei Erwachsenen. Die Versorgung in den eigenen vier Wänden ermöglicht mehr Nähe zu Familienangehörigen. Ein vertrautes Umfeld führt oft zu Stabilität. Denn das eigene Kinderzimmer lässt sich durch kein Krankenzimmer in einer Klinik ersetzen.

Das ist gerade bei Kindern nicht zu unterschätzen. Immer wieder sehen wir auch eine Verbesserung im Krankheitsbild. Das ist dann auch etwas Besonderes.

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Mitmachen beim Spendenmarathon 2020

Die Lokale und die Johanniter verlosen attraktive Gewinne

Die erweiterte Vorweihnachtszeit ist stets die Zeit der Benefizveranstaltungen und der Gewinnspiele. Die Lokale und die Johanniter verknüpfen nun beides und laden alle Leser zur Teilnahme am Spendenmarathon 2020 ein.

Mit der freundlichen Unterstützung des Luftfahrtvereins Mainz, der grün.power GmbH und des Atrium Hotels Mainz starten wir zum Ende des Jahres einen Spendenmarathon zu Gunsten von Kidicare, der ambulanten Kinderkrankenpflege der Johanniter. Diese feiert dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen.

Zu gewinnen gibt es drei hoch attraktive Preise.

Und nun heißt es Mitmachen, etwas Gutes tun und gewinnen! Die Lokale hofft auf viele Teilnehmer, bedankt sich bei den Sponsoren und wünscht viel Erfolg!

Und so machen Sie mit:

Ab einer Spende von 5 Euro nimmt jeder am Gewinnspiel teil, die drei Preise werden unter allen Spendern am Ende des Gewinnspiels ausgelost, Teilnahmeschluss ist der 20. Dezember 2020. Bitte bei Verwendungszweck „Kidicare“ und Ihre Telefonnummer angeben.

Gespendet wird auf das Spendenkonto von Kidicare bei der Mainzer Volksbank, IBAN: DE83 5519 0000 0002 0001 15

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Veranstalter des Gewinnspiels sind die Johanniter.
Die Gewinnbenachrichtigung erfolgt direkt durch die Johanniter.

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