Auch Ballkünstler Duc Hai Thai (li.) konnte seiner TSG Hechtsheim in Weisenau nicht entscheidend helfen. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

WEISENAU/HECHTSHEIM. Nach ihrer siebten Begegnung in der Bezirksligasaison verbleibt die TSG Hechtsheim mit neun Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Die Auswärtspartie gegen SVW Mainz auf dem Rasenplatz in der Friedrich-Ebert-Straße endete mit einem2:0-Sieg der Weisenauer. Dabei reichten der Heimmannschaft, die über weite Strecken das Spielgeschehen dominierte, zwei starke Aktionen innerhalb von sechs Minuten. Mit dem 2:0 war die Messe gelesen.

Mit wenig Durchsetzungskraft und individuellen Schwächen bei den Ballstafetten brachten sich die Hechtsheimer um einen Erfolg: auch in den Phasen, in denen die SVW-Kicker ihr Pressing milderten. Bei diesem Spiel ohne Zuschauer, dafür mit einigen Zaungästen, scheiterte ihr Spielaufbau am aggressiven Forechecking der Heimmannschaft. Bis zum zweiten Tor in der 21. Minute spielte sich das Geschehen allein in der Hälfte der Gäste ab. Einzelne Gegenaktionen blieben immer wieder in der gegnerischen Abwehr hängen. Auch das TSG-Mittelfeld fand kaum Anspielstationen. Ab der 30. Minute stabilisierte die TSG ihre Abwehr und steigerte sich. Es fehlte aber die Durchschlagskraft. So tappte Muhammed Ali Dirican in der 40. Minute beispielsweise frei vor dem Tor in die Abseitsfalle. Zwar konnte den Hechtsheimer Akteuren das Bemühen nicht abgesprochen werden, doch ein ineinandergreifendes Zusammenspiel blieb aus.

Die zweite Spielhälfte ähnelte der ersten. Die Weisenauer verwalteten ihren Vorsprung: Mal hielten sie sich den Gegner mit starkem Pressing vom Hals, mal lockerten sie die Zügel, ohne die Aufmerksamkeit zu verlieren. In der Folge rackerte sich das TSG-Mittelfeld um Cihan Coban ab, ohne eine Anspielstation zu finden und der flinke Duc Hai Thai, der für die Hechtsheimer bisher vier Saisontore geschossen hat, kam nicht an der rot-weißen Mauer vorbei. Moritz Diether und Oliver Basler stabilisierten ihre Abwehrarbeit, doch hatten sie alle Hände voll zu tun und das Glück auf ihrer Seite. In der 60. Minute verhinderte die Latte den dritten Gegentreffer, den nachfolgenden Fallrückzieher konnte Sebastian Endriß vor dem leeren Torweg köpfen.

Die Partie wurde etwas ruppiger. Insgesamt zog Schiedsrichter Niklaus Stauch fünfmal die Gelbe Karte. Duc Hai Thai zeigte erneut, wie nah Kunst und Scheitern beieinander liegen können: Mit Leichtigkeit und Eleganz umspielte er immer wieder zwei, drei Gegner, scheiterte aber im Abschluss. Die Hechtsheimer kamen auch in der Schlussphase immer ein Tick zu spät an den Ball, es blieb beim 0:2.

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