Die Musikpädagogin Alexandra Gießler lässt sich von der Coronakrise und ihren Auswirkungen nicht unterkriegen. Foto: Ralph Keim

MOMBACH – Die Coronakrise beschäftigt mittlerweile wieder verstärkt die Menschen. Das Ansteigen der Infektionszahlen hat dazu geführt, dass es wieder restriktivere Verordnungen gibt. Die Coronakrise und ihre Auswirkungen beschäftigen auch die in Mombach wohnende Musikpädagogin Alexandra Gießler.

Abstand halten und im Freien proben – das war beispielsweise bei ihrem Kinderchor „Singsalabim“ angesagt, den sie vor etwa 18 Monaten gegründet hat und für den gerne noch Stimmen hinzukommen können. Die nächste Probe am 24. Oktober, 10 Uhr, auf dem Platz vor der Mombacher Grundschule nahe der Friedenskirche soll noch einmal wie geplant über die Bühne gehen. „Ob die beiden November-Proben stattfinden können, ist allerdings noch offen“, so Alexandra Gießler.

Daher sucht sie dringend nach einer Alternative zum Proben. „Und wenn es eine Scheune oder eine große Garage wäre, die jemand für die zwei monatlichen Proben samstags zur Verfügung stellen würde.“ Um für ihren knapp zehn Kinder umfassenden Chor und weitere musikalische Aktivitäten mobil zu sein, hat sie sich eigens ein E-Piano angeschafft. „Online-Proben sind gerade für Kinder nun einmal nur bedingt geeignet“, lautet ihre Erfahrung aus den Monaten seit Ausbruch der Corona-Pandemie.

Mit dem im Mai gegründeten Chor „Generationen singen“ hat die Mombacherin auch in der Krise gezeigt, dass man mit Kreativität die besonderen Herausforderungen meistern kann. „Mit diesem Chor wollte ich besonders die Senioren aus ihrer durch Corona verschärften Insolation rausholen.“ Kurze Konzerte gab es bereits vor dem Jockel-Fuchs-Haus und vor dem Ursel-Distelhut-Haus. Ob es in naher Zukunft Konzerte gibt, steht aktuell allerdings ebenfalls noch nicht fest.

Doch Alexandra Gießler ist nicht nur Musiklehrerin und Chorleiterin, sondern auch Sängerin, wenngleich diese Aktivitäten wegen Corona praktisch zum Erliegen gekommen sind. Vor diesem Hintergrund und der Verordnung, dass bei Gottesdiensten nicht gemeinsam gesungen werden darf, würde Alexandra Gießler gerne Gottesdienste mit ihrem Sologesang bereichern.

Langeweile will Alexandra Gießler allerdings auch in der Krise gar nicht erst aufkommen lassen. So hat sie beispielsweise die zwangsweise gewonnene Freizeit für ausgedehnte Spaziergänge genutzt und die Ruhe genossen.

Weitere Informationen unter musikatze@gmail.com und alexandra-giessler.de.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“