Wo früher einmal der Laubenheimer Campingplatz war, soll die Natur zurückkommen. Fotos: Ralph Keim

LAUBENHEIM – Das Modellprojekt „Ufer- und Auenrenaturierung Laubenheim“, das im Rahmen des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“ im Bereich des früheren Campingplatzes vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Oberrhein umgesetzt wurde, ist abgeschlossen. Im Rahmen einer kleinen Feier, unter anderem mit Gründezernentin Katrin Eder, Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter und Mitgliedern des Ortsbeirats zeigten sich die Vertreter der beteiligten Einrichtungen höchst zufrieden mit dem Ergebnis. 

Träger des Projektes ist das Wasserstraße- und Schifffahrtsamt (WSA) in Mannheim. Die Stadt Mainz und die Struktur- und Genehmigungsbehörde Süd fungierten als Kooperationspartner.

Von Rhein-Kilometer 490,6 bis 492,5 erstreckt sich das Areal, das sich zu einem naturnahen Gebiet entwickeln soll. Das Ufer des Rheins wurde dazu beispielsweise mit Sand und Kies aufgeschüttet. Hier sollen sich Fische und kleine Gewässertiere wohlfühlen. Die abseits davon gelegenen Auenflächen sollen sich zu Biotopen mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt entwickeln – zur Freude der Spaziergänger, Jogger und Radfahrer, denn das Areal ist frei zugänglich.

Zu den umfangreichen Maßnahmen zählten unter anderem, dass hier wachsende Pappeln gefällt wurden. Die im Uferbereich eingelassenen Pflastersteine wurden auf einer Strecke von einem Kilometer komplett entfernt. Somit habe der Rhein jetzt Platz und Raum, um – je nach Wasserstand – kleine Buchten zu entwickeln. Für den Bereich der NATO-Rampe entwickele die Stadt derzeit ein Naherholungskonzept, informierte Dezernentin Eder.

Während der Feier betonten die Redner, darunter WSA-Leiter Jörg Vogel, dass der Rhein eine wichtige Funktion als Bundeswasserstraße habe. Nicht minder wichtig sei jedoch die ökologische Entwicklung. Daher gelte es, vielfältige Interessen unter einen Hut zu bringen. 

Über das Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ sollen die großen Flüsse die Möglichkeit bekommen, sich wieder zu den artenreichen Lebensadern zu entwickeln, die sie früher einmal waren. Der für das „Blaue Band Deutschland“ ausgewiesene Zeithorizont von 30 Jahren macht allerdings deutlich, dass es sich um ein langfristiges Vorhaben handelt. 

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“