Der SPD-Politiker Eckhart Pick las im Rahmen der „Woche der SPD“ aus seinem Buch. Die Einleitung dazu kam von Kulturdezernentin Marianne Grosse. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Er zählt zu den renommiertesten Politikern in Deutschland: Der 1941 in Mainz geborene Sozialdemokrat Eckhart Pick genießt nicht nur innerhalb der SPD einen ausgezeichneten Ruf. Längst hat sich der langjährige Politiker Pick – unter anderem war er war von 1998 bis 2002 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium – von der politischen Landschaft weitgehend zurückgezogen.

Mit „Mainzer G/gestalten die Welt – Handschriftliches von A bis Z“ hat Eckhart Pick kürzlich ein höchst interessantes Buch vorgestellt. Das Buch fasst Handschriften (Autografen) von 55 Persönlichkeiten zusammen, die zwischen 1661 und 1985 entstanden und die unter anderem vielfältige Schlaglichter auf das religiöse Mainz, das politische Mainz, das jüdische Mainz und das künstlerische Mainz werfen.

Daraus las der Sozialdemokrat nun im Rahmen der „Woche der SPD“, gewürzt mit zahlreichen Anekdoten und interessanten Informationen. Dabei legte Pick dar, welch illustre Zeitgenossen Mainz in den zurückliegenden Jahrhunderten auf unterschiedliche Art und Weise mit geprägt haben – angefangen von A wie Alexander Prinz von Hessen und bei Rhein bis Z wie Carl Zuckmayer.

Letzteren hat Eckhart Pick selbst erlebt, als der 1896 in Nackenheim geborene Schriftsteller („Der fröhliche Weinberg“) 1961 im Rhabanus-Maurus-Gymnasium anlässlich einer Jubiläumsfeier eine Rede hielt und dabei seine früheren Lehrer nachgeahmt hat. Sowohl Pick als auch Zuckmayer waren Schüler am Rhabanus-Maurus-Gymnasium in Mainz, dessen Wurzeln nachweislich bis ins Jahr 1561 zurückreichen.

Auch der Theologe und Philosoph Albert Schweitzer (1875 bis 1965) kommt in Picks Buch vor. Albert Schweitzer war mit Eckhart Picks Vater Georg, einem freireligiösem Pfarrer, befreundet. Beide setzten sich gegen Atomwaffen ein.

Für Kulturdezernentin Grosse war es eine große Freude, die Lesung von Eckhart Pick, die in der SPD-Geschäftsstelle über die Bühne ging, einzuleiten. „Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter war ich sechs Jahre lang seine wissenschaftliche Mitarbeiterin“, erinnerte sich die Dezernentin gerne an ihre Zeit mit Eckhart Pick.

„Mainzer G/gestalten die Welt – Handschriftliches von A bis Z“ hat 216 Seiten und kostet 20 Euro. Die „Woche der SPD“ bietet noch bis zum 11. Oktober zahlreiche Veranstaltungen. Weitere Informationen dazu unterwww.spd-mainz.de.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“