Dimitrios Thanos, Verkehrsingenieur der Mainzer Mobilität, schult im EMMA-Projekt zwei Operatoren. Foto: Mainzer Mobilität

MAINZ – Die Mainzer Mobilität und die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erproben ein autonom fahrendes Elektro-Shuttle auf dem Gelände der Universitätsmedizin. Der Fahrzeugtyp Gen3 EZ10 des französischen Anbieters EasyMile hört auf den Namen EMMA².

Mitarbeiter, Patienten sowie Besucher der Universitätsmedizin können EMMA² auf ihrem einen Kilometer langen Rundkurs mit Haltepunkten am Haupteingang (Geb. 301) sowie den Fachkliniken Hautklinik (Geb. 401), Chirurgie (Geb. 505), Kinderklinik (Geb. 109) und Frauenklinik/HNO (Geb. 102), kostenfrei in den Fahrzeiten von 8 bis 18 Uhr nutzen.

Der Mainzer Mobilität – eine Tochter der Mainzer Stadtwerke AG – geht es darum, mit EMMA² weiter wichtige Praxiserfahrungen im Umgang mit autonomen Fahrzeugen zu sammeln. Bereits im August 2018 drehte EMMA ihre Runden im Winterhafen. 3000 Gäste fuhren mit.

Zwar könnte EMMA² den Rundkurs aufgrund der einprogrammierten Strecke und einer Vielzahl von Sensoren und Kameras tatsächlich selbstfahrend durchführen. „Aus rechtlichen Gründen erfolgen die Fahrten jedoch stets unter Aufsicht geschulter Operatoren“, betont Projektleiterin Anne Wincheringer. Die Operatoren können EMMA² im Bedarfsfall manuell steuern.

Unter normalen Bedingungen könnten sechs Personen neben einem Operator in EMMA² Platz finden. In Zeiten von Corona sind drei Fahrgäste neben dem Operator zulässig. Es besteht Maskenpflicht – wie auf dem gesamten Gelände der Mainzer Universitätsmedizin und eine Anschnallpflicht. Das Shuttle fährt auf dem Klinikgelände mit einer Höchstgeschwindigkeit von 13 km/h auf einer programmierten virtuellen Linie.

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