Das 25-Jährige des Kindergemeinschaftshauses musste Corona-bedingt ohne Feier gefeiert werden. Foto: Stadt Ingelheim

INGELHEIM – Normalerweise würde das Kindergemeinschaftshaus Nord eine riesige Geburtstagsfeier ausrichten, denn in den 25 Jahren des Bestehens ist eine Menge passiert und wäre Grund genug für ein Fest. Doch coronabedingt feiern die Kinder, die Eltern, Großeltern und Erzieherinnen eben anders. 

Wie fing es vor einem Vierteljahrhundert in der Sporkenheimer Straße an? Der Vorläufer des Kindergemeinschaftshauses war ein provisorischer zweigruppiger Hort für 40 Hortkinder, der in den Räumen der Brüder-Grimm-Schule untergebracht war. Wegen des steigenden Bedarfs nach Ganztagsplätzen wurde das Kindergemeinschaftshaus 1995 zunächst dreigruppig eröffnet. 18 Kinder aus dem „alten“ Hort wechselten mit zwei Erziehern in die neue Kita. Im ersten Jahr wurden die Räume eingerichtet und mit den Kindern gestaltet. Die pädagogische Arbeit wurde weiterentwickelt und das neu zusammen gewürfelte Team machte sich auf den Weg, das Modell „Haus für Kinder“ mit Leben zu füllen. Die Gruppenstärke lag bei 20 Kindern, davon waren ca. 15 Kindergartenkinder und ca.5 Hortkinder. Für die Eltern bot dieses Angebot eine langjährige Betreuung ihres Kindes von 3. bis zum 10. Lebensjahr. 

Bereits ein Jahr später eröffnete die vierte Gruppe und 1998 wurde das Außengelände um einen etwa zehn Meter breiten Streifen erweitert. Das Team entschied sich dafür, das neue Gelände in seiner ursprünglichen Form mit viel natürlichem Schatten durch große Bäume zu belassen. 

Vor fünf Jahren wurde ein Anbau notwendig, der mit einer neuen Kochküche, einer Mensa, einer Turnhalle und Wirtschaftsräumen ausgestattet ist. 

Ein Jahr später gab es den Rechtsanspruch für einjährige Kinder. Da die Nachfrage nach Hortplätzen zurückgegangen war, wurde eine Gruppe umgewandelt. Seitdem können 10 einjährige und 12 zweijährige Kinder in zwei U-3-Gruppen, den Wichteln und den Igeln aufgenommen werden.  Insgesamt können 74 Kinder betreut werden, wobei die Anzahl der genehmigten Hortplätze bei 10 liegt.

Vor einem Jahr wurde der Spielplatz neu gebaut und mit einem großen Fest an die Kinder übergeben. Hier finden sie vielfältige Bewegungs- und Spielmöglichkeiten. Der ursprüngliche, naturnahe Charakter mit vielen Bäumen und Pflanzen blieb erhalten. Dadurch können die Kinder viele Sinneseindrücke und Spielideen erhalten. Gewürzstauden und Kräuter können probiert und verarbeitet werden. Das Außengelände bietet viele Möglichkeiten zur Bewegung, zum Verstecken und für Rollenspiele.

Durch die große Altersspanne der Kinder von 1. bis zum 10. Lebensjahr spielt das Leben in einer Gemeinschaft und das Lernen voneinander eine große Rolle. Eine große Bedeutung hat für das Team die Zusammenarbeit mit den Familien, um gemeinsam die Entwicklung eines Kindes zu begleiten und um die pädagogische Arbeit zu reflektieren. 

Dass der Arbeitsplatz im Kindergemeinschaftshaus gut ist, zeigen zwei Mitarbeiterinnen, die seit der Anfangszeit dort arbeiten: Sonja Reisinger und als erfahrene Küchenkraft Claudia Weyell. Die Leiterin Anne Goepfert hat ihren Dienst 1996 begonnen und trägt für die Entwicklung der Kita bis heute die Verantwortung.  

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