KKSV-Vorsitzende Katja Klein nahm den Großen Stern des Sports in Bronze im Beisein von (v. li.) Tobias Schmitz, Vorstandsmitglied der Volksbank Alzey-Worms, Sportdezernent Günter Beck, Ortsvorsteher Manfred Mahle und Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen, entgegen. Foto: Ralph Keim

FINTHEN – Mit den Sternen des Sports zeichnen die Volksbank Alzey-Worms und die Mainzer Volksbank gemeinsam mit dem Sportbund Rheinhessen jene Vereine aus, die sich ganz besonders für gesellschaftliche Belange einsetzen. Eine Fachjury hat nun online getagt, die Bewerbungen von fast 50 Vereinen unter die Lupe genommen und die Sieger ausgewählt. Den Startschuss gab die Volksbank Alzey-Worms mit Niederlassung VR-Bank Mainz: Der Kunst-Kraft-Sport-Verein Finthen, erhielt den Großen Stern des Sports in Bronze sowie 2000 Euro Preisgeld. Das Projekt „Starke Mädchen machen sich für Mädchen stark“ und „Senioren Freudeschenken“ schaffte es auf den Siegerplatz. „Der KKSV hat eine sehr gute Bewerbung abgegeben, die eindrucksvoll zeigt, was Sportvereine über den Sport hinaus leisten“, lobte Tobias Schmitz, Vorstandsmitglied der Volksbank Alzey-Worms, bei der Übergabe im Beisein von Klaus Kuhn, Präsident des Sportbundes Rheinhessen, Sportdezernent Günter Beck und Ortsvorsteher Manfred Mahle.

Neu ist in diesem Jahr, dass sowohl die Mainzer Volksbank als auch die Volksbank Alzey-Worms für ihre Geschäftsgebiete in Rheinland-Pfalz jeweils einen ersten Preis ausloben. „Der KKSV greift in Finthen gerade vor dem Hintergrund der Pandemie ein wichtiges gesellschaftliches Thema auf und wendete sich mit einer gezielten Schaunummer an Menschen, die im Seniorenheim keinen Besuch bekamen. Diese Initiative fand große Beachtung und überzeugte die Jury durchweg.“ FKKSV-Vorsitzende Katja Klein nahm den Preis entgegen. Sie erinnerte daran, dass die Coronakrise auch für ihren Verein eine große Herausforderung darstellt und wie wichtig Sport im Verein für Kinder und Jugendliche ist. „Die alten und kranken Menschen leiden unter der Situation, da nicht nur die Kontakte eingeschränkt wurden, sondern auch viele Aktivitäten der Seniorenheime ausgefallen sind. Um diesen Menschen Freude zu schenken, haben unsere Akrobaten für das Seniorenheim an den Lehmgruben in Finthen und das Caritas-Altenzentrum Maria König in Drais eigene Choreografien erarbeitet und vorgeführt.“

Auf der Wiese vor dem Haus haben die Aktiven ihre Choreographien aufgeführt. Von den Balkonen und Fenstern aus konnten die Bewohner zuschauen. Da auch die Sportler der Kontaktbeschränkung unterlagen, mussten alle Choreografien mit neuen Partnern (nämlich ausschließlich den eigenen Geschwistern) erdacht und geprobt werden.

Darüber hinaus engagieren sich die Finther Sportakrobaten auch für Waisenkinder in Kenia. „Starke Mädchen machen sich für Mädchen stark“ ist der Leitgedanke als Partner des Vereins OGUYO SMALL HOME e.V., der Aids-Waisen in Kenia die Chance auf ein besseres Leben bietet. „Deshalb sammeln unsere Sportler bei Wettkämpfen, Auftritten tatkräftig Spenden, um so die Errichtung und Unterhaltung eines Waisenhauses dauerhaft zu unterstützen.“

Der KKSV nimmt nun an der Siegerehrung auf Landesebene teil und darf darauf hoffen, den Sprung ins Bundesfinale nach Berlin zu schaffen.

Sportdezernent Beck, Ortsvorsteher Mahl und Präsident Kuhn lobten das Engagement der KKSV und unterstrichen die Bedeutung der Wiederaufnahme der Vereinsaktivitäten nach dem Corona-Lockdown. Dezernent Beck mahnte allerdings zur Einhaltung der aktuellen Verordnungen. Ansonsten müssten die Verordnungen wieder verschärft werden, was keiner wolle. Weitere Sterne werden in den kommenden Tagen vergeben.

Teilen
Vorheriger ArtikelBretzenheimer Ehrenamtspreis wird verliehen
Nächster ArtikelDRK-App koordiniert Rettungskräfte
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“