Die Clowndoktoren (hier Dietmar Bertram alias Dr. Doktor) zaubern ein Lächeln ins Gesicht ihrer kleinen Patienten - und das seit 25 Jahren. Foto: Ralph Keim

INGELHEIM – Darf man auch in diesen Zeiten, die vom Coronavirus geprägt sind, lustig sein und Spaß haben? Die Antwort: Natürlich darf man das! Denn gerade in diesen Zeiten braucht die Seele Lichtblicke. Vor diesem Hintergrund ist die Arbeit der Clowndoktoren heutzutage umso wichtiger.

Die Künstlerinnen und Künstler kommen in die Krankenhäuser und zaubern den kleinen Patienten, die nicht selten viel ertragen müssen, ein Lächeln ins Gesicht – und das seit nunmehr 25 Jahren. Clowndoktoren gehen in Altenheime, Krankenhäuser und Kindergärten. Nach dem Motto „Lachen ist die beste Medizin“ helfen die mehr als 30 im gleichnamigen Verein organisierten Clowndoktoren mit ihren Vorführungen ihren Zuschauern, durch eine schwierige Zeit zu kommen. Zunächst waren es Kinder, denen sie ein Lachen auf die Gesichter zauberten. Seit 2009 gehen die Clowndoktoren auch in Seniorenheime. 

Mit der Bilderausstellung „Lichtblicke – Die Humorvisiten der Clowndoktoren“ im Ingelheimer Rathaus gewährt der Verein einen Einblick in seine über 25-jährige Arbeit in Kinderkliniken und Pflegeeinrichtungen. Getreu dem Motto „Lachen hilft heilen“ beziehen die Clowndoktoren, die ihre Arbeit nur durch Spenden finanzieren, ihre kleinen Patienten in ihre Späße ein, unterstützen und fördern die gesunde, spielerische Seite der Kinder und unterstützen damit die medizinische Therapie durch die Kraft des Humors. 

Die regelmäßigen Clowndoktorenbesuche sind für schwerkranke Kinder besonders wichtig, aber auch Eltern freuen sich über die Abwechslung im oft von vielen Sorgen begleiteten Aufenthalt in der Kinderklinik. 

Der Fotograf und ehrenamtlich aktive Kurator Mario Diener hat die Bilder der Ausstellung zusammengestellt. Zudem zeigen Cartoons und Kurzgeschichten von Clowndoktor und Künstler Dietmar Bertram alias Dr. Doktor das Leben von Klinikclowns aus einer heiteren Perspektive.

Die Ausstellung „Lichtblicke – Die Humorvisiten der Clowndoktoren“ kann im Ingelheimer Rathaus bis 30. Oktober besichtigt werden. 

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“