Das kleine Amöneburg lebt von und mit der Industrie. Foto: Oliver Gehrig

AMÖNEBURG – Das Ja des Amöneburger Ortsbeirates zum geplanten Städtebauprojekt Ostfeld/Kalkofen war ein Thema in der jüngsten Sitzung des Gremiums in der Fröbelhalle. Der geplante neue Stadtteil Ostfeld soll auf einer 490 Hektar großen Fläche zwischen Amöneburg und Erbenheim entstehen, die derzeit noch von den Kalksteinbrüchen von Dyckerhoff Zement geprägt ist. 10.000 bis 16.000 Einwohner sollen hier einmal wohnen, doch es gibt erheblichen Widerstand, vor allem von Umwelt- und Naturschützern (wir berichteten). Das Wiesbadener Baudezernat habe das Konzept vorgestellt, sagte Ortsvorsteher Rainer Meier (CDU). Dabei habe es zwar einige unbefriedigende Antworten gegeben, Amöneburg habe aber zugestimmt. Meier: „Es wurde viel investiert von der Stadt zum Einkauf von Grundstücken. Es wird genauso spannend wie der Bau der Citybahn.“ Wichtig sei, dass Amöneburg, das immer von und mit der Industrie gelebt hat, nicht in eine Industriebrache umgewandelt werde.

Weiteres Thema war die starke Vermüllung des Stadtteils. Zuletzt wurden blaue Säcke und sogar Teppiche in die Grünflächen geworfen, klagte Meier. Sperrmüll stehe teilweise eine Woche auf den Bürgersteigen. Und jüngst fand Meier sogar 40 Pakete mit Zeitungen in den Hecken. Er nahm umgehend Kontakt mit dem Verlag auf, der sich bei ihm entschuldigte. Meier empfahl den Bürgern, stets ein wachsames Auge zu haben und solche Vorfälle bei den zuständigen Behörden zu melden, damit sich Amöneburg nicht in eine große Müllkippe verwandelt.

Drei Zuschussanträge der Vereine wurden positiv beschieden.Die Kita Amöneburger hält 2000 Euro für eine Zaunerneuerung. 833 Euro gehen an die Kunstwerker für eine Patenschaft. Die Fastnachter der Sportvereinigung erhalten 2000 Euro für 30 neue Narrenkappen.

Am dritten Advent soll auf dem Opaplätzchen anstelle des nicht  genehmigungsfähigen großen Weihnachtsgottesdienstes ein kleiner Weihnachtsmarkt stattfinden. In der Sitzung der Interessengemeinschaft Amöneburger Ortsvereine soll über die notwendigen Auflagen wie Zäune und Toiletten beraten werden.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.