Referent Andreas Hofer. Foto: Stadt Ingelheim

INGELHEIM – Mehrere „Aha-Erlebnisse“ rund um das Thema Wohnen gab es vergangenen Mittwochabend im großen Saal des WBZ. Zur Aufaktveranstaltung des Wohndialogs mit Oberbürgermeister Ralf Claus waren etwa 40 Bürger anwesend und sahen sich den Vortrag von Andreas Hofer an.

Der Schweizer Architekt und Intendant der Internationalen Bauausstellung IBA27 in Stuttgart präsentierte vielfältige Beispiele von zukunftsweisenden Wohnimmobilien und –quartieren, die unter Einbeziehung von Kriterien einer nachhaltigen Stadtentwicklung umgesetzt wurden.

Die Bandbreite reichte vom Umbau eines Einfamilienhauses in ein barrierefreies Wohnprojekt bis hin zur Erstellung eines neuen Wohnquartiers am Reißbrett. „Die Knappheit von Wohnraum ist keineswegs ein neues Phänomen des 21. Jahrhunderts. Aber natürlich ist heute vor allem einmöglichst breiter Dialog wichtig, um gemeinschaftliche Wohnprojekte sinnvoll umzusetzen. Dann ist ein solcher Transformationsprozess auch eine große Chance“, zeigte sich Hofer überzeugt von der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Nach der Präsentation wurde vor allem das Thema des mehrgeschossigen Bauens wurde diskutiert. „Mein Aha-Moment des Abends ist auf jeden Fall, dass Verdichtung und mehrgeschossiges Bauen nicht unbedingt abzulehnen sind“, so eine Bürgerin. Neben dem Ausblick auf mögliche Projekte der Zukunft sprachen einige Personen im Publikum aber auch die handfesten Schwierigkeiten an, die sich aktuell bei der Suche nach Wohnraum in Ingelheimer geben. Preisexplosion und akuter Mangel an Wohnraum machen Familien, Senioren und auch Alleinstehenden zu schaffen, wie auch Oberbürgermeister Claus anmerkte: „Die Problematik reicht bis weit in die Mittelschicht hinein.“

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