Baudezernentin Marianne Grosse erläutert den aktuellen Plan für die Bebauung des Grundstücks auf dem ehemaligen Regenrückhaltebecken. Foto: Judith Wallerius

EBERSHEIM – Auf dem Gelände des ehemaligen Regenrückhaltebeckens in Ebersheim hatte ursprünglich eine Baugemeinschaft ein gemeinsames Wohnprojekt geplant. Da diese nicht genügend Mitstreiter finden konnte, entschied der Wirtschaftsbetrieb sich stattdessen für einen Verkauf des Grundstücks an die Wohnbau Mainz für die Entwicklung eines Wohnquartiers.

„Unser Ziel ist es, bezahlbaren und sozial geförderten Wohnraum zu schaffen, und wir sind froh, mit der Wohnbau Mainz einen so zuverlässigen Partner gefunden zu haben“, berichtet Baudezernentin Marianne Grosse (SPD) bei der Vorstellung der Pläne für die Bebauung des Grundstücks.

Auf der knapp über 10.000 Quadratmeter großen Fläche soll ein Wohnquartier mit etwa 80 Wohnungen entstehen, von denen 40 Prozent sozial gefördert sein sollen. „Vorgeschrieben sind nur 25 Prozent“, erklärt dazu Thomas Will, der Geschäftsführer der Wohnbau. Der soziale Aspekt sei der Wohnbau sehr wichtig, man habe daher auch Wert auf die Schaffung von seniorengerechtem Wohnraum gelegt. Es handele sich ausschließlich um Mietwohnungen, ein anschließender Verkauf einzelner Wohnungen sei nicht vorgesehen.

Wie wichtig der soziale Aspekt bei der Entscheidung für den Verkauf des Grundstücks an die Wohnbau statt an einen Investor war, betont auch Gründezernentin Katrin Eder (Grüne), Vorsitzende des Verwaltungsrates des Wirtschaftsbetriebs Mainz. Es habe sich die Gelegenheit geboten, für die Bürger von Mainz günstigen Wohnraum zu schaffen und es sei nicht die Aufgabe des Wirtschaftsbetriebs, gewinnmaximierend an einen Investor zu verkaufen. „Wir sind davon überzeugt, dass der Verkauf an die Wohnbau und die jetzige Planung als Gesamtpaket für das Allgemeinwohl die bessere Variante sind.“ Der Verkehrswert des Grundstücks von 3,4 Millionen Euro sei dabei von einem unabhängigen Gutachterausschuss ermittelt worden und eine aktuelle Wertermittlung aus diesem Jahr ergab, es handele sich nicht um eine verbilligte Abgabe. Laut Thomas Will sieht die weitere Planung bisher im Groben vor, dass im Frühjahr/Sommer 2021 der Plan fertig sein, bis Ende 2022 das Bauplanverfahren und die Vorbereitungen abgeschlossen sein sollen, im Frühjahr 2023 der Baustart und die Vermietung etwa ab Ostern 2023 folgen.

In der Gestaltung des Quartiers ist viel Grünfläche vorgesehen, der innere Bereich ist dabei wie eine kleine Insel zur Erholung geplant, erläutert Axel Strobach, Leiter des Stadtplanungsamts. Autoverkehr wird dabei aus dem Grundstück herausgehalten und für das Parken sei eine Mischung aus Straßenparken und Tiefgaragen unter den Häusern geplant.

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