Fastnachtslegende Willi Steinbrech vor der Vitrine im „Kleinen Museum“. Foto: Ralph Keim

LAUBENHEIM – Wie bereits berichtet, feierte der in Laubenheim lebende Willi Steinbrech Ende Juni seinen 92. Geburtstag. Der Meister der geschliffenen Verse ist in der Mainzer und rheinhessischen Fastnacht seit vielen Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken. Dies würdigt jetzt auch das „Kleine Museum“ in der Ortsverwaltung mit einer Dauerausstellung.

Fritz Berena hat auch eine Vitrine in Erinnerung an die Bacchus-Apotheke bestückt. Foto: Ralph Keim

Denn Willi Steinbrech hat Museumsmacher Fritz Berena eine ganze Reihe von seinen Erinnerungsstücken zur Verfügung gestellt, die eine Vitrine im Vorraum der Ortsverwaltung füllen. Dort stehen und liegen nun unter anderem der Mainzer Pfennig, mit dem die Stadt ihren närrischen Sohn ausgezeichnet hat. Außerdem eine Auszeichnung des MCV anlässlich des 50. Geburtstag von Willi Steinbrech. Mehr als vier Jahrzehnte ist das jetzt her. Auch etliches, das der immer noch umtriebige und sehr aktive Narr vom KCK bekommen hat, ist jetzt in der Vitrine zusehen.

Das rote Sakko ist sein Markenzeichen, wenn Willi Steinbrech in der Fassenacht die Bütt betritt. Berühmt ist er für seine Wortspielereien, an denen er praktisch jeden Tag feilt, auch im Urlaub mit seiner Frau Lotte, die allerdings vor einem Jahr verstarb.

Was das Urgestein der Fastnacht inzwischen jedoch sehr nachdenklich stimmt: Fastnacht wie man es kennt und liebt, kann es in Coronazeiten nicht geben. Seinen Humor und seine Eloquenz hat der 92-Jährige deshalb allerdings nicht verloren.

Ebenfalls derzeit zu sehen im „Kleinen Museum“: Dekomaterial und sonstige Utensilien aus der Bacchus-Apotheke. Die Apotheke hatte Mitte August schließen müssen, da sich keine Unternehmensnachfolge hat finden können.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“