Fallen schon auf: Die MainzRIDER. Foto: Mainzer Mobilität

MAINZ- Der MainzRIDER, der neue Shuttle-Service der Mainzer Mobilität, wird ab 1. September das ÖPNV-Angebot in zunächst fünf Stadtteilen ergänzen. Der „On demand“-Service besteht aus zehn Elektrofahrzeugen, deren Fahrer zunächst in den Abend- und Nachtstunden auf Bestellung Fahrgäste in Teilen von Mainz zwischen rund 1000 virtuellen Haltestellen und bestehenden ÖPNV-Haltestellen befördern werden.

MVG-Geschäftsführer Jochen Erlhof, OB Michael Ebling, Verkehrsdezernentin Katrin Eder und der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Daniel Gahr präsentierten am Zollhafen die Fahrzeuge und weitere Einzelheiten zu dem neuen Angebot.

Kernstück des neuen Systems sind zehn Elektrofahrzeuge mit bis zu sechs Sitzplätzen, acht Nissan e-NV 200 sowie zwei LEVC-Fahrzeuge. Aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen wird jeder der MainzRIDER aktuell allerdings maximal drei Personen gleichzeitig befördern. Das Angebot funktioniert ausschließlich mit einer kostenlosen App. Fahrgäste können über diese App (erhältlich im Google Play Store und im App-Store) nach vorheriger Anmeldung Fahrten buchen für Strecken zwischen bestimmten Stadtteilen. In der ersten Phase fahren die zehn MainzRIDER innerhalb eines Gebietes, das die Stadtteile Mombach, Hartenberg-Münchfeld, Gonsenheim, Drais und Finthen umfasst. Die Fahrerinnen und Fahrer werden mit ihren farblich auffällig gekennzeichneten Fahrzeugen hier zwischen 18 und vier Uhr am nächsten Morgen unterwegs sein.

Kernstück des neuen Angebots sind zehn Elektrofahrzeuge. Foto: Mainzer Mobilität

Die MainzRIDER kommen dabei aber nicht wie ein Taxi an die Haustür, sondern steuern innerhalb der genannten Stadtteile eine der rund 1000 virtuellen Haltestellen oder eine der dort bereits bestehenden ÖPNV-Haltestellen an. Die Vielzahl dieser virtuellen Haltestellen garantiert, dass die Kundinnen und Kunden in den meisten Fällen sehr nahe an ihr gewünschtes Ziel befördert werden können. Fahrgäste müssen vor Fahrtantritt zuvor per App eine Fahrt gebucht haben, ein Elektroauto kommt dann innerhalb von 15 Minuten zu einem der Haltepunkte des Systems und nimmt den angemeldeten Fahrgast mit. Haben mehrere Kundinnen und Kunden gleiche oder ähnliche Start- oder Zielpunkte, werden diese Fahrten vom Hintergrundsystem „gepoolt“ – sprich gebündelt.

Fahrgäste mit einer Zeitkarte der Mainzer Mobilität zahlen pro Fahrt einen Euro. Die Fahrt wird dabei nicht im Wagen beim Fahrpersonal beglichen, sondern über das Zahlungsmittel, das in der App angegeben wird. Wer im Besitz einer Zeitkarte ist, bei der die Mitnahmeregelung gilt, zahlt auch für die Mitfahrerin oder den Mitfahrer nur einen Euro zusätzlich. Dies gilt montags bis freitags ab 19 Uhr sowie ganztags an Wochenenden.

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