Können oder Glück: Hier ist jeder willkommen, zum Trainieren nach Plan oder zum Boule-Turnier. Foto: Helene Braun

BODENHEIM – Seit den ersten Lockerungen Ende Juni werden die Boulebahnen im Dollespark wieder bespielt. Der ersten Bahn ist eine zweite hinzugekommen. Für das Bouleturnier, das die Gemeinde zum fünften Mal mit dem Seurre-Ausschuss organisiert, hält ein Weg als provisorische dritte Bahn her. „Wir haben wegen der Pandemie alles abgesagt: Die Kerb, das St. Albansfest. Das Boule-Turnier wollten wir aber nicht auch noch canceln“, sagt Beigeordneter Andreas Kappel.

Unter dem Gesichtspunkt des Infektionsschutzes ist das Spiel im Freien auch bestens geeignet. Der Abstand ist immer gegeben. Werbung braucht das Boule-Turnier schon lange nicht mehr, man habe aber geachtet, so Kappel, die Zahl begrenzt zu halten. Der zum Boule-Spiel nötige Wein wurde per Spendendose bezahlt, um Kontakte zu meiden.

Neben Kappel finden sich im Orga-Team Gerold Lang, Harald Feck und Ralf Werner. Aus zwölf Mannschaften à drei Personen bilden sich drei Gruppen zu je vier Mannschaften, die den Sieg unter sich ausspielen. Auf einer Tafel werden die errungenen Punkte sorgfältig notiert. Die drei Gewinner gehen mit drei, zwei oder einer Flasche Wein nach Hause. Die Namen der Mannschaften lauten Glücksritter, Bouleharmoniker, Bouleschaft oder Kugelschubser, mal nur Frauen, nur Männer oder gemischt.

Noch ist es nicht so weit. An der einen Bahn stellt sich Harald Becker vor: „Ich bin der Neue hier“. Zum ersten Mal, angelockt von Wolfgang Kirch, ist der Bodenheimer dabei und weiß schon jetzt: „Ich komme wieder, auf jeden Fall.“ Einige Erfolge hatte er sogar zu verzeichnen. „Es ist Konzentrationssache“, das hat er schon gemerkt.

An einer anderen Stelle entspinnt sich gerade eine Diskussion darüber, wie bei Gleichstand zu verfahren sei, die Kugeln zweier Spieler gleich nah am Schweinchen, der kleinen roten Kugel, landen? Das Gelände ist abgesperrt, die Spielregeln hängen aus und Kappel sagt: „Ich gehe davon aus, so etwas regelt man untereinander, es ist ein Turnier für Hobbyspieler. “

Vom blutigen Anfänger über den geübten Bodenheimer bis zum Profi trifft man beim Turnier auf alle „Leistungsklassen“. Weitgehend „selbstgesteuert“ läuft das Turnier ab und Kappel ist zufrieden. Es geschieht das, was sein Bestreben seit Jahren ist: „Wir wollen den Dollespark nutzen, wofür er da ist, für die Freizeitgestaltung von Bürgern für Bürger.“

Aber auf eine weitere Neuheit außer auf die neue Bahn, ist Kappel stolz, dass die Gemeinde jetzt über ein digitales Buchungssystem verfügt. Auf dem Platz gibt es Schilder mit dem QR-Code, mit dem man per Handy auf die Buchungsseite gelangt.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.