Fundstücke aus der historischen Blütezeit der Stadt Mainz präsentiert das Landesmuseum. Foto: Agentur Bonewitz

MAINZ – Bald startet im Landesmuseum die große Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa“. Bevor die Mittelalter-Schau ihre Pforten für Besucherinnen und Besucher öffnet, zeigt die Direktion Landesarchäologie im Vorfeld eindrückliche Fundstücke, die allesamt in Mainz entdeckt wurden und aus der dazu passenden Epoche stammen. 

Die Präsentation trägt den Titel „Aus dem Schatten der Antike – Moguntia Metropolis Germaniae“ und ist ab sofort im Isis- und Mater Magna-Heiligtum in der Römerpassage zu begutachten. Die kleine Fundschau lenkt den Blick anhand von kleinen Objekten des Alltags bis hin zu einzelnen besonderen Fundstücken auf die historische Blütezeit von Mainz. 

In der Präsentation sind erstmals sogenannte Phasenpläne zu sehen, die die neuen Grabungsergebnisse der vergangenen Jahre beinhalten. Diese Pläne stellen die flächige Siedlungsentwicklung innerhalb der römischen Stadtmauer dar. Die auf einem Bildschirm gezeigten Pläne werden ergänzt durch Grabungsbilder, historische Gemälde und Fotos. 

Zu den erstmals in der Öffentlichkeit gezeigten Funden gehört auch der Grabstein eines im 11. Jh. verstorbenen Mitglieds der Jüdischen Gemeinde Mainz, dessen gemauerte Grabstätte eine bislang nicht bekannte Form jüdischen Bestattungsbrauchtums zu erkennen gibt. Der Großteil der Funde stammt aus dem Gebiet der heutigen Altstadt, allerdings sind auch zwei Neufunde päpstlicher Bullen aus kürzlich abgeschlossenen Grabungen in der Neustadt vertreten – zumal es in Mainz insgesamt nur wenige Exemplare gibt.

Die Präsentation ist bis 21. April 2021 im Rahmen der großen Landesausstellung „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“ (ab 9. September) zu sehen. 

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