Auch in Zeiten von Corona setzte der Verein „Schwuguntia“ ein Zeichen. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Zu den zahlreichen öffentlichen Großveranstaltungen, die coronabedingt in diesem Jahr abgesagt werden mussten, zählt auch die „Sommerschwüle“. Die ausgelassene Feier, die jedes Jahr Homosexuelle, Lesben, Transgender und heterosexuelle Menschen anlässlich des Christopher-Street-Days zusammenbringt, hat es dieses Mal nicht gegeben. Stattdessen organisierte der Verein „Schwuguntia“ am Sonntag in der Innenstadt eine Menschenkette.

Die Regenbogenfarben als weithin sichtbares Zeichen. Foto: Ralph Keim

So versammelten sich am späten Mittag zahlreiche Menschen vor dem Staatstheater. Viele von ihnen hatten eine Regenbogenflagge oder etwas ähnliches in Regenbogenfarben dabei, um damit für eine Vielfalt von Lebensformen und Lebensentwürfen zu werben.

Gleichzeitig bekannten sie sich öffentlich zu ihrer sexuellen Orientierung und warben somit für mehr Toleranz und Respekt. Zudem demonstrierten sie gegen Gewalt und Ressentiments, die nicht wenige ständig zu ertragen haben, besonders in osteuropäischen Ländern. Und daraufhin zuweisen sei auch und gerade in Zeiten der Coronakrise wichtig, so der Veranstalter.

Leider ist nicht ganz Europa tolerant. Foto: Ralph Keim

Die Stadtverwaltung von Mainz hat in diesem Zusammenhang ebenfalls ein weiterhin sichtbares Zeichen gesetzt: Um die Sichtbarkeit verschiedener sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten zu unterstreichen, hisste Oberbürgermeister Michael Ebling bereits am Donnerstag vor der Menschenkette-Aktion vor dem Stadthaus an der Großen Bleiche eine Regenbogenfahne.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“