Eine KCK-Sitzung im Februar dieses Jahres. Wie die Sitzungen 2021 aussehen werden, ist noch offen. Aber sie sollen stattfinden - zumindest bei den großen Vereinen. Archivfoto: Ralph Keim

MAINZ – „Die Kampagne 2020/2021 findet statt.“ Das war die Botschaft, die Oberbürgermeister Michael Ebling am späten Dienstagnachmittag verkündete. Eingeladen hatte er zusammen mit Vertretern der großen Korporationen MCV, GCV, KCK und MCC ins Stadthaus, um der Presse einen aktuellen Ausblick zur anstehenden Kampagne zu geben.

Allerdings blieben die Präsidenten und auch der OB noch recht vage: „Keiner weiß, welche Corona-Verordnungen im November, im Januar und im Februar gelten“, so die allgemeine Einschätzung. Allerdings soll es Frohsinn geben – trotz und gerade wegen Corona. „Und selbstverständlich bei Einhaltung aller dann geltenden Regeln“, sprach der OB, der die Fastnacht als „DNA der Stadt“ bezeichnete, für die Vereine.

Andreas Schmitt, TV-Sitzungspräsident von „Mainz bleibt Mainz“, kündigte an, den Fastnachtsfans das zu bieten, was machbar ist. Fastnacht habe schon öfter in der Vergangenheit den Menschen in schwierigen Zeiten Trost gespendet, erinnerte Schmitt. Was die TV-Sitzung 2021 angehe, gebe es bereits Gespräche mit dem ausrichtenden SWR. „Gut möglich, dass halt nur 300 Besucher ins Schloss dürfen.“

MCV-Präsident Reinhard Urban sprach von der Verantwortung, die die Vereine haben. Verantwortung, was die Gesundheit der Narren, aber auch, was das Seelenheil angehe. „Es wird allerdings eine völlig andere Fastnacht sein“, zeichnete Urban ein Bild, in dem es übervolle Säle und übervolle Straßen bei den Umzügen mit Sicherheit nicht geben werde.

Pressekonferenz der vier großen Korporationen mit OB Michael Ebling (4. v. re.). Foto: Ralph Keim

MCC-Präsident Horst Seitz wertete das Treffen mit dem OB auch als wichtiges Signal an die vielen Aktiven, dass sie zum Stift greifen und mit dem Training beziehungsweise den Proben beginnen können. „Die Fastnacht wird nicht beerdigt“, bekräftigte Seitz. Auch KCK-Präsident Dirk Loomans bekräftigte, dass Fastnacht auch und gerade in Coronazeiten stattfinden kann. „Wir werden kreativ sein müssen und vielleicht kleiner werden, was die Veranstaltungen angeht.“

GCV-Präsident Martin Krawietz kündigte konkret an, dass sein Verein bei den Sitzungen online gehen wird. „Das wird definitiv machbar sein.“ Markus Perabo, neuer Vorstandssprecher der Mainzer Fastnachts e.G., berichtete von zahlreichen Absagen bei etlichen kleineren Vereinen und zwar aus Kostengründen. Er kann sich Synergien vorstellen, damit die kleineren Korporationen Kosten sparen können. „Es sind allerdings noch viele Fragen offen.“

Als erstes steht allerdings der Kampagnenstart am 11. 11. an, der normalerweise auf dem Schillerplatz groß gefeiert wird. Auch das werde in diesem Jahr anders sein, kündigte MCV-Präsident Urban an, der bereits berichten konnte, dass es kein Bühnenprogramm geben wird.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“