Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter zeichnete Marion Jendralski mit der „Laubenheimer Traube in Glas“ aus. Foto: Ralph Keim

LAUBENHEIM – Ein Vierteljahrhundert prägte sie die Grundschule des Stadtteils, besonders in den letzten 17 Jahren als Leiterin der Einrichtung: Inzwischen ist Marion Jendralski Ruheständlerin. In den Sommerferien wurde ihr jetzt eine verdiente Ehrung zuteil: Auf Beschluss des Ortsbeirats ehrte Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter die engagierte Pädagogin mit der „Laubenheimer Traube in Glas“.

Zu der coronabedingt vergleichsweise bescheiden gehaltenen Feierstunde kamen etliche Ortsbeiratsmitglieder, um einer Frau zu danken, die in ihrem Bereich viel geleistet hat: „Es lag Marion Jendralski sehr am Herzen, sozial schwache Kinder zu integrieren“, führte Ortsvorsteher Strotkötter, der die frühere Schulleiterin als „Laubenheimerin, wohnhaft in Hechtsheim“ bezeichnete, nur ein Beispiel auf.

Zudem zitierte der Ortsvorsteher den Dichter Eugen Roth: „Ein Mensch sieht schon seit Jahren klar…“ Damit verwies Strotkötter auf den kommenden Neubau der Grundschule. „Wie gerne hätte Marion Jendralski diesen mit eingeweiht.“ Strotkötter drückte seine uneingeschränkte Hochachtung gegenüber Marion Jendralski aus, die immer einen guten Draht zu ihm und seinem Amtsvorgänger Bernd Sack gehabt habe.

Das unterstrich auch die Geehrte. Bei ihrer pädagogischen Arbeit sei es immer wichtig gewesen, über den Tellerrand hinaus zu schauen. „Das bedeutet, dass alle, die an Schule beteiligt sind, also Kinder, Lehrer und Eltern, miteinander und nicht gegeneinander arbeiten, sonst hat das alles keinen Sinn“, erklärte Marion Jendralski bereits in einem kürzlich geführten Gespräch mit der Lokalen Zeitung. Gewaltprävention gehören für Marion Jendralski unbedingt zum Schulalltag dazu. Vor diesem Hintergrund gibt es seit 2004 die Streitschlichterausbildung.

1996 kam sie an die Laubenheimer Grundschule, wo sie zunächst als Lehrerin und schließlich als Leiterin tätig war. Jetzt will sie viel lesen und reisen und Laubenheim weiterhin verbunden bleiben, beispielsweise bei den Vorbereitungen zur 1250-Jahr-Feier, die 2023 über die Bühne geht.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“