Ein alltägliches Bild: Fahrradfahrer und Fußgänger. Das geht nicht immer unproblematisch aus. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Die CDU-Stadtratsfraktion hat sich in einer Anfrage danach erkundigt, wie sich die Sicherheitslage von Fußgängern darstellt. Erfreulicherweise nehme der Fahrradverkehr immer weiter zu, doch durch diesen Anstieg komme es leider zunehmend zu brenzligen Situationen mit Fußgängern. 

Fußgänger beschwerten sich immer häufiger bei Fraktionsmitgliedern und wiesen darauf hin, dass sie sich auf Fußwegen und in Fußgängerzonen nicht mehr sicher fühlten. Laut Antwort der Verwaltung auf die Anfrage der CDU ist in der Tat ein Anstieg der Unfälle zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern zu verzeichnen. Für die Kontrollen sei das Verkehrsüberwachungsamt zuständig, was sowohl den ruhenden Verkehr als auch den Radverkehr täglich kontrollierte. 

In welcher Form ein Verstoß geahndet werde, liege im Ermessensspielraum der jeweiligen Verkehrsüberwachungskraft. Für den Fraktionsvorsitzenden der CDU Hannsgeorg Schönig waren dies jedoch keine zufriedenstellenden Informationen, da sie nicht zu dem subjektiven Empfinden der Bevölkerung passen würden. Er sehe hingegen weiteren Handlungsbedarf. „Mir wurde auf Nachfrage keine Antwort gegeben, wie die Kontrollen in der Praxis ablaufen“, kritisiert Schönig. 

Die Verkehrssicherheitskräfte seien zu Fuß unterwegs und es sei häufig nicht möglich, Fahrräder anzuhalten oder zu verfolgen, um sie entsprechend zu verwarnen. Darüber hinaus sei bei den meisten gefährlichen Situationen keine Sicherheitskraft vor Ort. Das hält die Kreisvorsitzende der CDU Sabine Flegel ebenfalls für problematisch. „Da diese Vorfälle nicht geahndet werden, tauchen sie auch in keiner Statistik auf“, erklärt Flegel. 

Es sei deshalb dringend geboten, die Kontrollen an besonders stark frequentierten Stellen, wie beispielsweise die Fußgängerzone, auszuweiten. Das würde ein Signal an alle Verkehrsteilnehmer senden und viele Situationen schon im Vorfeld entschärfen.

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