Der Familienzirkus Frankordi begeisterte kürzlich im AWO-Seniorenzentrum Am Rosengarten. Foto: red

OBERSTADT – Dass zwei Lamas durch den Garten eines Seniorenzentrums geführt und von den Bewohnern gehätschelt werden, gehört nicht zu den Alltäglichkeiten im Leben eines betagten Menschen. Im AWO-Seniorenzentrum Am Rosengarten indes war dies der Abschluss eines ebenso ungewöhnlichen Nachmittags, in dessen Mittelpunkt der Auftritt des aus Baden-Württemberg angereisten Familienzirkus Frankordi stand.

Vor allem Birgit Mai von der Sozialdienstleitung und Ehrenamtskoordinatorin Susanne Zander ist zu verdanken, dass im Garten des Seniorenzentrums nicht nur der auf mehr als 200-jährige Tradition zurückblickende Zirkus seine „Manege“ aufschlagen konnte, sondern auch, dass Zirkusdirektor Ricardo Frank seine tierischen Mitarbeiter mitbringen konnte. Ein besonderes Highlight in der Corona-Zeit, die Bewohnern und Mitarbeitern des Seniorenzentrums viel abverlangt.

Seit Mitte März war das Haus der AWO coronabedingt geschlossen. Die Vorsicht hat sich ausgezahlt. „Wir hatten nicht einen Infektionsfall im Haus“, atmet Birgit Mai auf, die auch beim Zirkus-Nachmittag auf die Einhaltung des Sicherheitsabstands achtet. „Wir haben vielfältige Unterstützung in dieser Zeit erfahren“, freut sich Susanne Zander und erinnert an teilweise spontane Hilfen nicht nur durch den AWO-Förderverein und die Lions, sondern auch durch Firmen, Künstler, Schulklassen. „Das ging beispielsweise von gestifteten Osterhasen über Bastelarbeiten bis hin zu liebevoll aufmunternden Briefen“, ist Susanne Zander dankbar. Dankbar für einen bunten Ausflug in Kindheit und Jugend sind auch die Senioren. Ob beim Streichelzoo mit Lamas, Ponys und Ziegen, Hühnern, Enten und Hasen oder bei vom Zirkusdirektor höchstpersönlich zubereiteter Zuckerwatte. Mit viel Applaus bedacht werden während der 45-minütigen Show die Artisten der Familie Frank: Ricardo, der nicht nur moderierend durch das Programm führt, sondern auch als sicherer Messer- und Tomahawk-Werfer und Illusionist brilliert, seine Frau Jenni, die unter anderem das Ringtrapez beherrscht und die drei Kinder Jason, Naomi und Joel, die liebenswert in die Fußstapfen der Eltern treten. Für die Bewohner des AWO-Seniorenzentrums ein ungewöhnlicher Nachmittag, der noch lange in Erinnerung bleiben wird. Zitat einer strahlenden Seniorin: „So schön, das erinnert mich so anmeine Kindheit. Vielen, vielen Dank.“

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