Stadtjugendpfarrer Matthias Braun und Stadtjugendreferentin Marga Kadel übergeben die 161 handgeschriebenen Postkarten an Pfarrerin Silke Bretschneider-Müller (Mitte). Foto: Ralph Keim

MAINZ – Von den Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren besonders auch die in Senioren- und Pflegeheimen lebenden Menschen betroffen. Wochlang durften sie keinen Besuch empfangen, durften keine Spaziergänge unternehmen, was für die Senioren eine erhebliche Belastung darstellte.

Aus diesem Grund hatte sich das Evangelische Stadtjugendpfarramt eine besondere Aktion ausgedacht: Kinder, Jugendliche und junge Menschen wurden aufgefordert, den in Heimen lebenden Senioren eine Postkarte zu schreiben. Das Ergebnis: 161 Karten mit liebevollen und kreativen Grüßen, die eindrucksvoll zeigen, dass die Senioren nicht vergessen sind.

Stadtjugendpfarrer Matthias Braun und Marga Kadel, Stadtjugendreferentin vom Evangelischen Stadtjugendpfarramt, übergaben nun die 161 Postkarten an Silke Bretschneider-Müller, Pfarrerin für Altenseelsorge im Evangelischen Dekanat Mainz. „Ich werde die Karten im städtischen Altenheim in der Innenstadt und im Jockel-Fuchs-Haus in Gonsenheim verteilen“, kündigte die Geistliche an.

Die Postkarten stammen von der Aktion „Picture the word“, bei der Konfirmanden Bibelsprüche mit Fotomotiven kombinierten. So kreativ die Postkartenmotive so kreativ sind auch und die Texte und Grüße für die Senioren. Kinder haben bunte Bilder gemalt, von den älteren Teilnehmern kamen nachdenkliche und poetische Worte. „Ich hoffe, dass Sie gesund bleiben und dass die Krankheit Ihnen nichts anhaben kann. Gemeinsam schaffen wir das und verlieren Sie nicht die Hoffnung“, schreibt beispielsweise die 13-jährige Emelie.

Pfarrerin Bretschneider-Müller freute sich sehr über die Resonanz und das Ergebnis der Aktion: „Es war und ist eine sehr schwierige Zeit für die Bewohner. Daher sind diese Grüße unglaublich wichtig.“

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“