Nur einer der Zwillinge hat gut geschlafen, Simone Jaensch (li.) weiß Rat. Foto: Helene Braun

LERCHENBERG – Schreibabys, Wochenbettdepression oder einfach nur die Frage, wie mit der Beikost zu verfahren sei, beim derzeitigen Hebammenmangel, insbesondere in der Nachsorge, stehen Eltern von Babys und Kleinkindern oft ratlos da. Die Lerchen Wiege bietet nun für Familien mit Kindern bis zum 2.Lebensjahr ein Eltern-Kind-Café zu Themen wie Ernährung, Schlafverhalten, Motorik oder Erziehung an. Jeden Montag ist Sozialpädagogin Simone Jaensch in der Evangelische Maria-Magdalena-Gemeinde Drais-Lerchenberg von 10 bis 12 Uhr die Ansprechpartnern für Mütter und Väter, die mit ihren Kindern am Treffen teilnehmen können. Unterstützt wird sie von Familienhebamme Monika Pleiss, die auch für die Babysprechstunde beim SKF Mainz zuständig ist. Zurzeit findet das Eltern-Kind-Café wegen der Kontaktbeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie im Freien auf der Wiese statt, wo der nötige Abstand gewahrt werden kann.

Simone Jaensch unterstützt bei der evangelischen Familienbildung im Welcome-Projekt Familien mit Kindern bis zum ersten Lebensjahr. Der steigende Beratungsbedarf dort hat sie auf die Idee der LerchenWiege gebracht. Beim zweiten Vormittag der Reihe kommen kurz vor zehn die ersten Frauen mit Kindern an, einige kennen sich schon, andere sind neu. Die Teilnahme erfolgt ohne Anmeldung und je nach Bedarf. Es gibt keine feste Gruppe und keine Verpflichtung für die Eltern. Decken und Kaffeebecher haben sie mitgebracht und kommen locker ins Gespräch. Von den Zwillingen habe nur einer gut geschlafen,berichtet eine Frau, bevor es offiziell losgeht. Beim letzten Mal hatten die Themen Kita, Beikost und Familienessen den größten Raum eingenommen.Pfarrer Christoph Kiworr sagt zum Projekt und die Unterstützung der Stadt über die „Frühen Hilfen“: „Wir sind total glücklich über dieses Angebot. Das ist das Schöne am Lerchenberg, dass man hier schon sehr vernetzt arbeitet.“ Das werde auch von der Kommunen bemerkt. Kiworr sieht sich dabei mit der Gemeinde als ein Partner, derjenige nämlich, der die Räume, die Logistik und die Beratung stellen könne. „Der Lerchenberg ist im Umbruch und es ziehen viele junge Familien her.“ Durch Corona sei Familienbegleitung sogar noch wichtiger geworden. „Wir wollen das Signal an Familien senden: Wir sind für euch da.“ Familien, denen es nicht möglich ist, das Eltern-Kind-Café aufzusuchen, können Simone Jaensch telefonisch unter 0157-343 817 00 kontaktieren. Im Einzelfall ist auch ein Besuch zu Hause möglich.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.