„Direkt für Kinder“-Geschäftsführerin Edith Wingenfeld. Foto: Ralph Keim
MAINZ – In diesen Zeiten, die von einer großen Krise geprägt sind, ist das wirklich eine gute Nachricht: „Direkt für Kinder“ ist für den Deutschen Engagementpreis 2020 nominiert. Die vor zehn Jahren gegründete gemeinnützige Gesellschaft kümmert sich um Jungen und Mädchen, die akut von Kinderarmut betroffen sind. „Direkt für Kinder“ hat seinen Sitz in Mainz.
Die Entscheidung, wer den Deutschen Engagementpreis bekommt, fällt bis Ende September eine Experten-Jury aus dem Bündnis für Gemeinnützigkeit. „Direkt für Kinder“-Geschäftsführerin Edith Wingenfeld ist zuversichtlich, dass die von Ihr am 14. Juli 2010 gegründete gemeinnützige GmbH gut abschneiden wird. „Allein die Nominierung ist schon ein wunderbares Geschenk zu unserem Zehnjährigen“, freut sie sich.
Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement. Er würdigt das freiwillige Engagement von Menschen und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen, zum Beispiel die Town & Country Stiftung in Erfurt. Von ihr erhielt „Direkt für Kinder“ den Stiftungspreis 2019 und damit auch die Nominierung für den Deutschen Engagementpreis 2020.

In den vergangenen zehn Jahren hat „Direkt für Kinder“ bereits über 450000 Euro an Spenden eingesammelt und damit bisher über 2500 Kindern geholfen – überwiegend in Rheinland-Pfalz,Hessen und dem Saarland. „Vereinzelt auch in anderen Bundesländern“, erläutert Edith Wingenfeld weiter. „Unser Fundament, um Spenden zu generieren, waren in den vergangenen Jahren stets die Spendenläufe an Schulen. Mindestens zehn solcher Läufe wurden jährlich für „Direkt für Kinder“ durchgeführt. Doch wegen der Coronakrise und den damit verbundenen Einschränkungen sind diese Spendenläufe in den vergangenen Monaten leider nicht zustande gekommen“, bedauert Edith Wingenfeld. Sie hofft, dass es wenigstens im Herbst drei bis vier Spendenläufe geben wird.

Denn „Direkt für Kinder“ (der Name ist übrigens Programm) braucht gerade in der Coronakrise verstärkt finanzielle Mittel, um auch Kindern in durch den Lockdown entstandenen, akuten Notsituationen unbürokratisch zu helfen. Denn durch die Krise sind Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit massiv gestiegen, zahlreiche Preise geradezu explodiert. Hinzu kommen zusätzliche Ausgaben, beispielsweise für Masken und Desinfektionsmittel, Schulbedarf für das homeschooling und so weiter.

Wer spenden möchte, kann dies unter Commerzbank Mainz, IBAN DE68 5504 0022 0202 030301, BIC: COBADEFFXXX, gerne tun. Trotz Bankbeleg gibt es ab 20 Euro auch gerne eine Spendenquittung.

Weitere Informationen unter www.direkt-fuer-kinder.de und www.deutscher-engagementpreis.de.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“