Der Ortsbeirat hat sich nach fünf Monaten Zwangspause erstmals wieder getroffen. Um die notwendigen Abstände einzuhalten, fand die Sitzung bei der Turngemeinde statt. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

GONSENHEIM – Fünf Monate lang hatte sich der Gonsenheimer Ortsbeirat nicht treffen können –es war also keine Überraschung, dass die Tagesordnung drei Druckseiten füllte, als das Gremium mit viel Abstand im Veranstaltungsraum der Turngemeinde zur ersten Sitzung nach der Corona-Pause zusammentraf.

„Es ist eine außergewöhnliche Sitzung an einem außergewöhnlichen Ort”, sagte Ortsvorsteherin Sabine Flegel (CDU). In der Zwangspause hätten sich die Fraktionen regelmäßig in Videoschalten ausgetauscht. „Das hat gut funktioniert”, lobte Flegel. Allerdings änderte das nichts daran, dass es letztlich zweieinhalb Stunden dauerte, bis alle Themen abgearbeitet waren.

Nachdem die Stadt die Idee einer Bouleanlage in der Pfarrer-Grimm-Anlage abgelehnt hat, hat der Ortsbeirat einen anderen Platz für eine Boulebahn und einen Trinkwasserbrunnen ausgeguckt – an der Breiten Straße, rechts der Treppen zur TGM-Halle. Dort könnte man eine niveaugleiche Boulebahn einrichten, hätte Platz für eine Bank und dank eines Hydranten auch einen Wasseranschluss für den Trinkwasserbrunnen, forderte der Ortsbeirat einstimmig. Ergänzt durch eine Bank und einen öffentlichen Bücherschrank könnte die Fläche zu einem Kommunikationsort werden.

Um die Sicherheit für Kinder zu verbessern, sollen die Kirchstraße im Bereich Wochenmarkt und die Pfarrstraße am Jugendzentrum nach dem Willen des Ortsbeirats in Spielstraßen umgewandelt werden. Außerdem wünscht sich das Gremium eine bessere Beleuchtung und die Entfernung von Stolperfallen zwischen Canisius-Karee und Willy-Brandt-Platz, Verbesserungen für Radler und Fußgänger rund um die Grabenstraße und mehr Mülltonnen in den öffentlichen Parks des Stadtteils.

Einig war sich der Ortsbeirat im Wunsch nach einer öffentlichen Toilette am alten Friedhof, da sich viele Besucher in der Randbepflanzung erleichtern. „Das ist für die Anwohner, die dort ihre Gärten haben, ein echtes Problem”, so Flegel.

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