MAINZ – „Wir begrüßen die Pläne vom Wiesbadener Stadtentwicklungsdezernenten Hans-Martin Kessler, der an dem gemeinsamen Anliegen einer weiteren Rheinbrücke festhalten will und es weiterhin als Ziel verfolgen möchte“, so der Fraktionsvorsitzende der Mainzer CDU Hannsgeorg Schönig, als Reaktion auf die Erklärung des Wiesbadener Stadtentwicklungs- und Baudezernenten. Dass Verkehrsdezernent Kowoll (Grüne) bei dem Thema auf die Bremse trete, wundere Schönig hingegen nicht. Schließlich passe eine weitere Rheinbrücke nicht zu der Agenda der Grünen, den Ausbau und die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur kategorisch abzulehnen. „Dabei ist ein weiterer Ausbau dringend erforderlich“, betont Schönig. Das sieht die CDU-Kreisvorsitzende Sabine Flegel genauso.

„Wiesbaden und Mainz werden weiter wachsen, die Pendlerströme zunehmen und der Verkehr damit weiter ansteigen. Um die jetzt schon problematische Verkehrssituation zu lösen und die beiden Landeshauptstädte besser zu vernetzen, brauchen wir eine weitere Rheinquerung“, erklärt Flegel. Es müsse endlich möglich sein, bequem und schnell auf die andere Rheinseite zu kommen, ohne in nervenraubenden Staus zu stehen. Denn diese Staus würden nicht nur die Menschen, sondern auch die Umwelt enorm belasten.

Schönig und Flegel sind sich einig, dass die Schiersteiner Brücke in den nächsten Jahren nicht vollumfänglich nutzbar sein werde und auch die Weisenauer-Brücke z. B. durch regelmäßige Wartung immer mal wieder nur eingeschränkt nutzbar sein werde. Da die Theodor-Heuss-Brücke schon heute regelmäßig Stauzone ist, hilft nur ein weiterer Brückenbau, um die Verkehrsströme zwischen den beiden Städten zu ermöglichen. Deshalb sei es wichtig, zügig mit der Planung und dem anschließenden Bau einer weiteren Brücke zu beginnen.

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