Der Badespaß kehrt ins Rheinhessenbad in Nieder-Olm zurück. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

NIEDER-OLM – Der Corona-Sommer 2020 steht vor der Tür. Mutig versucht die Region zur Normalität zurückzukehren. Das jüngste Beispiel ist die Wiedereröffnung des Nieder-Olmer Rheinhessen-Bades Mitte Juni. Um in den Genuss des Sonnenbades auf dem gepflegten Rasen und der sommerlichen Badefreuden zu kommen, müssen alle Wasserratten und Sonnenanbeter vorher ein paar Hürden nehmen. Ein Spontanbesuch ist beispielsweise gar nicht möglich: Der Zutritt wird ausschließlich nach vorheriger Buchung gewährt. Die Eintrittsberechtigung kann über das Online-Ticketing auf der Homepage des Rheinhessenbades (www.rheinhessen-bad.de) erworben werden. Dafür muss die Angabe der Personalien sowie die Bestätigung abgegeben werden, keine Symptome einer COVID-19-Erkrankung aufzuweisen.

Um die Vorgaben des Hygieneplans umzusetzen, teilte die Verbandsgemeinde Nieder-Olm die Öffnungszeiten in drei Zeitzonen ein. Wer einen halben Tag im Schwimmbad einplant, muss etwas tiefer in die Tasche greifen und eine Extrapause außerhalb des Freibads einrechnen. Drei Mal am Tag dürfen die Badegäste rein. Von 9 bis 12 Uhr, von 13 bis 16 Uhr sowie von 17 bis 20 Uhr. Für die einstündige Pause dazwischen müssen sie wieder das Sommerbad verlassen. Für die Rückkehr, die ebenfalls vorgebucht werden muss, fallen erneut Gebühren an.

Die Tickets, die dem erhöhten Aufwand Rechnung tragen, kosten für Erwachsene vier und die Kinder zwei Euro. Allein der Nachwuchs mit einer Körpergröße unter 99 Zentimetern genießt freien Eintritt. Doch auch für sie muss das Online-Ticket gebucht werden. Die Kinder unter zehn Jahren dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen eintreten. Haben mehrere Personen den Eintritt gemeinsam gebucht, müssen sie zeitgleich einchecken. Vorbuchen lassen sich die Besuche bis zum 21. September.

Eine Besonderheit wird alle Frühschwimmer erfreuen. Sie können sich dienstags und donnerstags zwischen 7 und 8 Uhr im Wasser austoben. Gleichwohl ist der Zutritt nur unter Vorlage einer Mehrfachkarte gestattet, die montags von 10 und 13 Uhr an der Kasse des Rheinhessen-Bades (bargeldlos mit einer EC-Karte) erworben werden kann. Für den ersehnten Badespaß nach dem formellen Hürdenlauf stehen das Schwimmer-, Nichtschwimmer-, Sprungbecken zur Verfügung sowie das Baby- und das Kleinkinderschwimmbecken. Im Wasser gilt freilich das Abstandsgebot von anderthalb Meter.

Die Duschen und Umkleiden im Gebäude bleiben geschlossen. Genutzt werden können die Außenduschen und die Durchschreitebecken sowie einige Einzelumkleidekabinen auf dem Gelände. Eine gute Botschaft: Der Kiosk wird geöffnet sein, der Verzehr von Speisen und Getränken ist aber nur auf der Liegewiese erlaubt.

Alle Informationen zum Sonderbetrieb zusammen mit der Erweiterung der Haus- und Badeordnung und dem Hygieneplan sind über die Homepage abrufbar. Eines wird der Sommerbadespaß 2020 garantiert sein: Er wird ruhiger ausfallen. Lediglich 500 Gäste dürfen in jeder Zeitzone die Anlage nutzen.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.