Marco Müller, Vorsitzender der CDU Finthen. Foto: Foto Rimbach

FINTHEN – Lange kannte man Marco Müller als politisch aktiven Mann in Stadt und Stadtteil, bevor der Vater von zwei Kindern von 2014 bis 2018 in Familienpause ging. Nun ist er wieder da, unter anderem als Vorsitzender des CDU-Stadtbezirks in Finthen, wo er geboren und aufgewachsen ist. Der 46-jährige Betriebswirt und Immobilien-Ökonom, geleitet vom kirchlich geprägten Elternhaus, ist bereits seit dem 14. Lebensjahr parteipolitisch engagiert. Die Lokale Zeitung fragte nach:

Was wollen Sie für Finthen dringend erreichen?

MARCO MÜLLER: Im Argen ist und bleibt die fehlende Sporthalle. Auf absehbare Zeit muss es zu einem Neubau kommen. Hier müssen Standorte geprüft werden. Die Konzentration der Grundschule an einem Standort ist richtig und sollte zügig umgesetzt werden. Es wäre für den Ort wünschenswert, wenn es zu einer südlichen Umgehungsstraße als Entlastung für die Kurmainz- und Flugplatzstraße und zu einem Autobahnanschluss an der Römerquelle kommen würde.

Und sonst?

MARCO MÜLLER: Akut und mit Sicherheit mittelfristig umsetzbar, ist die verkehrstechnische Umgestaltung des Kreuzungsbereiches Kurmainzstraße/Katzenberg. Der jetzige Zustand ist untragbar. Gerade auch für Fahrradfahrer stellt diese Kreuzung eine große Gefahr und Herausforderung dar. Auch benötigt Finthen ein Konzept für den Radverkehr. Der Layenhof ist eine Perle. Hier hätte schon längst neuer Wohnraum in einer offenen Bauweise im Grünen geschaffen werden können. Aus Finther Sicht wünsche mir jedoch erst eine Verbesserung der Straßenanbindung.

Die Lokale: Hat die Pandemie Sie gehindert, Ihre Vorhaben anzugehen?

MARCO MÜLLER: Eindeutig ja. Am 11. Februar 2020 fand die letzte Ortsbeiratssitzung statt. Wir haben zahlreiche Anträge und Anfragen, die gerade auf Halde liegen und nicht politisch diskutiert werden können. In Finthen haben wir im Januar einen neuen CDU Vorstand gewählt, der sich aus allen Generationen zusammensetzt. Gerade auch die jungen Mitglieder sind hoch motiviert und voller Ideen. Hier hat uns die Pandemie stark ausgebremst. Wir halten Kontakt über WhatsApp und E-Mail.

Die Lokale: Wie stehen Sie zur sehr frühen Absage des Kerbevereins?

MARCO MÜLLER: Die Entscheidung des Kerbevereins ist weise, mutig und absolut richtig. Wer möchte denn die Verantwortung übernehmen, wenn auf der Kerb wirklich etwas passiert? Die Pandemie ist vermutlich noch lange nicht ausgestanden. Daher hoffe ich, dass auch die Verantwortlichen in Stadt und Land sich zeitnah zur nächsten Fastnacht äußern. Ich würde es begrüßen, auch hier die Vorsicht walten zu lassen und gänzlich auf die Durchführung der Saal- und Straßenfastnacht in der kommenden Kampagne zu verzichten.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.