Der Rohbau des neuen TSG-Vereinsheims auf der Bezirkssportanlage ist bereits fertiggestellt. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Die Erneuerung der Bretzenheimer Bezirkssportanlage in der Albert-Stohr-Straße geht weiter. Der größte Bretzenheimer Sportverein, die rund 2800 Mitglieder zählende TSG Bretzenheim 46, errichtet dort am Eingang zum kleinen Kunstrasenplatz ihr neues Vereinsheim. Das eingeschossige, rund 70 Quadratmeter große Gebäude entsteht auf dem Gelände des inzwischen abgerissenen alten Kiosks. Die Kosten in Höhe von 110.000 Euro stemmt der Verein in Eigenregie, teilt der Vereinsringsvorsitzende Manfred Lippold mit. Das TSG-Urgestein hofft, dass das neue Vereinsheim nach acht Monaten Bauzeit Ende des Jahres fertiggestellt ist.

„Es soll eine Heimat für die Jugend werden“, betont Lippold, der seit 43 Jahren TSG-Mitglied ist. Zehn Jahre war er Jugendkoordinator, mehr als 30 Jahre Jugendtrainer im Verein. Rund 600 aktive Jugendliche tummeln sich im Verein, der bei den Fußballern 21 Jugendmannschaften, drei Herrenteams und zwei Alte-Herren-Teams zählt. Der Essens-und Getränkeverkauf zu den Spielen,Besprechungen einzelner Mannschaften und der Trainingscamps sowie Vorstandstreffen sollen in dem kleinen Gebäude künftig stattfinden, aber keine großen Feiern. „Das geben die Räumlichkeiten nicht her, dafür gibt es die TSG-Halle“, betont Lippold. Das neue Gebäude besteht aus einem 30 Quadratmeter großen Besprechungsraum, einer modernen Küche mit übers Dach geführter Abluft, drei Toiletten (Herren, Damen und Personal) sowie einer Theke für den Innen- und Außenverkauf mit einer zu öffnenden Fensterfront zum Weg hin. Dafür wird der alte Imbisswagen auf dem großen Kunstrasenplatz abgebaut.

Knapp zehn Jahre schlummerten die Neubaupläne in der Schublade, bevor es jetzt zur Umsetzung kam. Für den langjährigen Jugendkoordinator Lippold ist es eine Herzensangelegenheit. „Es ist ein großes Stück Heimat, die Jugendlichen brauchen Bewegung.“ Das Angebot auf der Bezirkssportanlage, die aus allen Nähten platze, müsse ständig verbessert werden. Umso unverständlicher sei es, dass unter Regie von Sportdezernent Günter Beck (Grüne) die Tennishalle abgerissen wurde und nun durch Wohnbebauung ersetzt wird. Auch in seiner Funktion als Bretzenheimer CDU-Fraktionsvorsitzender kritisiert Lippold dieses Vorgehen scharf.

Die Erneuerung der Bezirkssportanlage soll übrigens 2021 fortgesetzt werden. Dann soll der 15 Jahre alte große Kunstrasenplatz einen neuen Belag erhalten.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.