Heidi Kurz und Dr. Peter Bächstädt hatten am ersten Öffnungstag des Museums Gonsenheim Dienst. Foto: Ralph Keim

GONSENHEIM – Nach den entsprechenden Lockerungen der Verordnungen zur Eindämmung der Coronakrise hatte auch das Museum Gonsenheim des Heimat- und Geschichtsvereins in Budenheimer Straße jetzt wieder nach vielen Wochen erstmals geöffnet. Heidi Kurz und Dr. Peter Bächstädt empfingen die Besucher. Doch der Ansturm hielt sich ziemlich in Grenzen. Da ist also noch Luft nach oben.

Dabei bietet das Museum interessante Exponate aus den unterschiedlichsten Bereichen und aus den unterschiedlichsten Epochen. Sehenswert ist beispielsweise die Küche, eingerichtet wie in der „guten, alten Zeit“. Mit gusseisernen Pfannen und Töpfen, einer altmodischen Kaffeemühle, einer nicht minder altmodischen Waage und vielen anderem mehr kann man sich gut vorstellen, wie es früher in den Gonsenheimer Küchen zugegangen ist. 

Selbstverständlich haben überwiegend Exponate und Zeugnisse der Gonsenheimer Geschichte im Museum ihren Platz, aber auch Alltägliches und weniger Alltägliches, das die Menschen grundsätzlich früher gebraucht haben, beispielsweise Kleidungsstücke, Fotokameras und Musikgeräte. Wie haben die vielen Landwirte im früheren Gonsenheim gearbeitet? Wie sahen die Fastnachtsorden aus, die die Aktiven von den Gonsenheimer Korporationen früher bekommen haben? Wie kreativ waren und sind die vielen Gonsenheimer Künstler? Auch auf diese Fragen gibt das Museum Antworten. 

Zeugnisse des Gonsenheim aus längst vergangenen Zeiten. Foto: Ralph Keim

Rund 220 Mitglieder hat der Heimat- und Geschichtsverein, der seit knapp 30 Jahren auch die bekannten Jahrbücher herausgibt. Seit dem Jahr 2000 ist das Museum in der Budenheimer Straße ansässig, vorher war es in der Grabenstraße zu finden. Der Heimat- und Geschichtsverein plant jetzt auch wieder die ersten Veranstaltungen mit Publikum, allerdings erst für den Herbst. Am 29. Oktober ist beispielsweise die Mitgliederversammlung geplant, die mit einem Vortrag aufgelockert werden soll. 

Bereits am 3. September ist Professor Gunnar Schwarting eingeladen: „Als ein Mainzer Kaiser Franz Josef sein Luftschiff vorführte“ war ursprünglich für den 18. Juni vorgesehen, musste aber abgesagt werden. Am 17. September soll es einen Vortrag über die Kelten geben. Platzbedingt finden alle Veranstaltungen im Gonsenheimer Rathaus statt.

Das Museum hat an jedem ersten Sonntag im Monat von 10 bis 12.30 Uhr geöffnet.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“