Dominik Boeschen fand tatkräftige Unterstützung in seiner Freundin Katharina. Foto: red

MOMBACH – In Zeiten der Coronakrise nehmen viele Bürger das Heft selbst in die Hand und helfen denjenigen, denen es an den entsprechenden Möglichkeiten fehlt. Dazu zählt auch der 33 Jahre alte Unternehmensberater Dominik Boeschen.

„Ich wollte ursprünglich einfach nur eine längere Fahrradtour machen und habe überlegt, wo ich hinfahren könnte“, erzählt er. Zu diesem Zeitpunkt habe er gelesen, dass es Wohnungslose wegen der Coronakrise im Moment oft noch schwieriger haben als ohnehin. „So kam ich auf die Idee, bei Freunden zu fragen, wer etwas abgeben wolle.“ Diese Spenden wollte er mit dem Fahrrad und einem Anhänger einzusammeln und an den Stellen verteilen, die infrage kommen.

„In diesem Zusammenhang habe ich dann Kontakt mit Tanja Scherer von der Evangelischen Wohnungslosenhilfe Mainz aufgenommen und die Sache nahm unheimlich schnell ihren Lauf.“ Um die zehn Rückmeldungen habe er zunächst gehabt. „Insgesamt konnte ich am Ende 50 Spenden einsammeln: Von kleinen Spenden wie einer Tüte Chips oder etwas Hundefutter bis zu mehreren voll gepackten Tüten.“

Überwiegend in Budenheim und Mombach habe er zusammen mit meiner Freundin Katharina Stader schließlich alles mit dem Fahrrad und einem kleinen Anhänger abgeholt und verteilt. Mehr als zehn Stunden habe dies in Anspruch genommen. „Bald war das mit dem Fahrrad nicht zu bewältigen“, berichtet Boeschen. „Die Arbeit die Frau Scherer und ihrem Team hat mich sehr beeindruckt.“

Ein Fahrrad reichte bald nicht mehr aus, um die Spenden zu verteilen.

Dominik Boeschen würde gerne noch einmal eine solche Aktion auf die Beine stellen, diesmal aber gezielt mit Spenden, die Wohnungslose in dieser Jahreszeit brauchen, unter anderem Essensgutscheine, Feuchttücher, Desinfektionsmittel, verpackte Lebensmittel und Süßigkeiten.

Wer ihn unterstützen will, kann unter dominikboeschen@gmail.com Kontakt aufnehmen.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“