Architekt Roland Effgen zeigt Eheleuten Ruth und Peter Eugen Eckes den Panoramablick, der sich vor der Kapelle ausbreiten wird: Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

ZORNHEIM – Wenn die Corona-Pandemie keine Verzögerungen mehr verursacht, wird Zornheim im Herbst 2021 eine weitere Sehenswürdigkeit einweihen. Am höchstgelegenen Aussichtspunkt der Gemeinde, ein Stück weit vom Ruh-Kreuz entfernt, soll ab Oktober dieses Jahres eine Kapelle entstehen. „Die Pandemie hat unser Vorhaben ein wenig ausgebremst, aber wir haben in der Zwischenzeit die Planungen fortgeführt“, sagte PeterEugen Eckes bei der Vorstellung des Projekts vor Ort.

Der bekannte Unternehmer ist seit einem Jahr Ehrenbürger von Zornheim. Anlässlich des Festaktes zur Übertragung der Würde an ihn, entschloss er sich dazu, der Gemeinde die Kapelle zu stiften. „Meine Frau und ich wollen unserem Gemeinwesen etwas von dem zurückgeben, was uns hier an Erfolg und Glück widerfahren ist“, sagte er.

Als Vorlage für das Bauwerk diente der Entwurf der Architekturstudentin, Lisa Denecke, von der Hochschule Mainz. Die konkrete Planung der Kapelle übernahm inzwischen ein Wiesbadener Architektenbüro, das über Erfahrungen beim Bau von Sakralwerken verfügt und unter anderem den Neubau des „Zentralsekretariats der Deutschen Bischofskonferenz“ entwarf.

„Die Ausgangsform der Kapelle, ein gleichseitiges Dreieck, bildet den Rahmen, durch den die Betrachter die wunderschöne Landschaft erkennen können“, erläuterte Architekt Roland Effgen. Die Kapelle werde wie ein Kaleidoskop die Landschaft abbilden und dank der Weitsicht bis zur Frankfurter Skyline Zornheim topografisch einordnen. „Sie wird auch einen Ort der Ruhe und Kontemplation erzeugen“.

Mit der Baugenehmigung rechnet Eckes für Oktober oder November. Ein Jahr späte will die Gemeinde die Fertigstellung feiern. Zu den Kosten könne der Stifter im Moment keine Aussage treffen, außer: „Es wird kein billiges Objekt.“ Die offizielle Übergabe der 1.300 Quadratmeter großen Flurfläche, auf der die Kapelle stehen wird, steht am 3. Juni an. Dann soll ein Holzgestell an Ort und Stelle die Form des Bauwerks in Originalgröße visualisieren. Mit einem weiteren kleineren Modell will Eckes das Projekt der Gemeinde vorstellen. „Sobald es die Corona-Umstände erlauben.“ Die 1. Beigeordnete von Zornheim Elke Tautenhahn dankte im Namen der Ortsgemeinde für das Geschenk. Mit dem Weinpavillon, den die Gemeinde baut sowie der kürzlich prämierten „Schönsten Aussicht Rheinhessens 2020“ und dem Premiumwanderweg „Hiwweltour Zornheimer Berg“ profiliert sich Zornheim immer deutlicher als ein touristisches Magnet in Rheinhessen.

Das wiederum erfreut den Ehrenbürger Peter Eugen Eckes, der sich seit vielen Jahren auch als Mäzen und Förderer des Tourismus in Rheinhessen hervorgetan hat, ganz besonders. Wie kein Zweiter hat Eckes das Rheinhessengefühl der Region vorangetrieben und das nicht erst seit dem Jubiläumsjahr „200 Jahre Rheinhessen“ vor vier Jahren. Dieses Engagement hat ihm auch den ehrenhaften und liebevollen Spitznamen „Mr. Rheinhessen“ beschert.

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.