PSV-Vorstand und Karateka trafen sich auf der Hechtsheimer Bezirkssportanlage, um über die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes zu beraten. Foto: Oliver Gehrig

HECHTSHEIM – „Wir sind ein Mehrspartenverein!“ Das sagt Präsident Fred Schünemann über den 1936 gegründeten Polizeisportverein (PSV) Mainz. Der größte Mainzer Kampfsportverein besteht aus der Budo-Abteilung (Judo, Kendo, Kickboxen und mehr) mit mehr als 500 Mitgliedern und der Karate-Abteilung mit 120 Sportlern. Hinzu kommt die Wassersportabteilung, die 18 Liegeplätze für Segel-und Motorboote auf der Ingelheimer Aue hat. Der Motorsport beim PSV ruht, die Volleyballer sind inaktiv.

Die sonst in der Sporthalle der früheren Bereitschaftspolizei in der Hechtsheimer Dekan-Laist-Straße 7 trainierenden Karateka trafen sich jetzt auf der Hechtsheimer Bezirkssportanlage,um über neue Trainingsmöglichkeiten in der Corona-Zeit zu beraten. Nachdem Abteilungsleiter Peter Kochanek Kontakt mit der Stadt aufgenommen hatte, ist künftig ein Training im Freien am Volleyballfeld auf der Bezirkssportanlage möglich – wenn auch unterstrengen Auflagen. Die Karateka müssen in Sportkleidung anfahren und wieder wegfahren, es ist kein Duschen oder Umziehen und auch keine Geselligkeit möglich. Zuvor hatten sich die Karateka mit Mitmach-Workouts vom Verband fit gehalten, die Budo-Abteilung mit Workout-Videos. Die Karate-Abteilung besteht zurzeit aus Sportlerinnen und Sportlern im Alter von sechseinhalb bis 70 Jahren. „Karate hat viele positive Auswirkungen auf Körper und Geist und hemmt die Demenz“, erläutert der Abteilungsleiter. Aushängeschild des Vereins ist die Rheinland-Pfalz-und Hessenmeisterin Ally Mack, die Dritte beiden Deutschen Meisterschaften in Hamburg wurde.

Neue Wege geht der Verein, da er derzeit keine Ausgaben für Trainerhonorare,Wettkämpfe oder Lehrgänge hat. „Seit Mai werden die monatlichen Beiträge in der Budo-und Karateabteilung als Dank an die Mitglieder nur noch alle zwei Monate eingezogen“, verkündet Präsident Schünemann. Zudem spendete der Verein 1000 Euro für das Ronald McDonald Haus am Rande der Unikliniken in der Oberen Zahlbacher Straße 6 für die Unterbringung von Familien schwerkranker Kinder und Jugendlicher.

Weitere Informationen unter www.psv-mainz.de.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.