Spendenübergabe in Zeiten von Corona: Dennoch und gerade deswegen freuen sich Hans Beyer (vorne links) und Manuela Müller-Horn über die Spende von jeweils 5000 Euro: Foto: Ralph Keim

GONSENHEIM – Bei der Volksbank Alzey-Worms mit Niederlassung VR-Bank Mainz gibt es seit vielen Jahren eine eigene Stiftung, die neben dem bankeigenen Spendentopf und dem Zweckertrag aus dem Gewinnsparen als dritte wichtige Säule für Zuwendungen caritativer, sozialer und kultureller Art gilt. Einmal im Jahr werden die Erträge ausgeschüttet. Ein Stiftungsrat vergibt die Gelder nach Prüfung der Organisationen und Institutionen, die sich darum beworben haben.

Diese Erträge fließen auch in der Niedrigzinsphase. „Denn die Anlagemöglichkeiten für Stifungsgelder sind stark limitiert und weitgehend auf sichere Formen mit klassischer Verzinsung begrenzt“, erläutert Vorstandsmitglied Tobias Schmitz. Aber man arbeite hier mit einem kleinen Kunstgriff. Die Gelder in Höhe von 1,5 Millionen Euro würden auf einem eigenen Anlagekonto zu Sonderkonditionen verzinst.

Vor diesem Hintergrund hat die Volksbank Alzey-Worms in ihrem Gebiet 41600 Euro ausgeschüttet, jeweils 5000 Euro davon gehen in die beiden Mainzer Stadtteile Gonsenheim und Lerchenberg. Begünstigte sind zum einen der Glockenförderverein Maria Magdalena Lerchenberg, zum anderen der Heimat- und Geschichtsverein von Gonsenheim.

Die Maria Magdalena-Gemeinde bekommt nämlich endliche eine neue Glocke und kleine „gewöhnliche“, sondern eine „Peacebell“, die bereits gegossen ist und bald feierlich eingeweiht wird, wie Hans Beyer, Vorsitzender des Fördervereins, während der Spendenübergabe in der Gonsenheimer Niederlassung berichtete. Der bekannte Künstler Michael Patrick Kelly hat die „Peacebell“ kreiert, mit der er im November 2018 an das 100-jährige Ende des Ersten Weltkriegs erinnerte. Mehr als 60000 Euro kostet die Lerchenberger Glocke.

Manuela Müller-Horn, Zweite Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, berichtete von der Arbeit des Museums Gonsenheim, das ab dem 4. Juni jetzt endlich wieder geöffnet hat. Sofern es die Verordnungen der Coronakrise wieder zulassen, will das Museum verstärkt mit Schülern zusammenarbeiten.

Auch Wilhelm Gerlach, Geschäftsführer der 2001 gegründeten Stiftung, zeigte sich erfreut darüber, dass die Stiftung auch und gerade in Zeiten der Coronakrise Geld ausschütten kann. „Damit können Projekte angepackt oder fortgeführt werden.“

Teilen
Vorheriger ArtikelIn Kiosk eingebrochen
Nächster Artikel„In der eigenen Kirche fühlt man sich doch am wohlsten“
Redaktion
Diese Beiträge sind in unseren Redaktionen entstanden. Dazu sichten wir Pressemeldungen, eingesandtes Material und Beiträge von Vereinen, Organisationen und Verwaltung. Dies alles wird dann von unseren Redaktionsleitern verifiziert, bearbeitet und ansprechend aufbereitet. Oftmals ergeben sich daraus Themen, die wir dann später aufgreifen.