In der Gastronomie herrschen besonders strenge Corona-Verordnungen. Zahlreiche Polizeibeamte sollen sich daran nicht gehalten haben. Symbolfoto: fotoART by Thommy Weiss / pixelio.de

MAINZ – Sie kontrollieren, ob sich die Bürger an die Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie halten. Und dabei setzen sie auch auf Meldungen aus der Bevölkerung. Doch jetzt ist die Polizei selbst ins Visier aufmerksamer Bürger geworden.

Denn am Dienstagnachmittag wurde das Polizeipräsidium Mainz auf Verstöße durch Polizeibeamte aufmerksam gemacht. Das Präsidium ist jetzt in einer Pressemitteilung damit an die Öffentlichkeit gegangen. Demnach sei beobachtet worden, dass sich am Montagabend in einer Gaststätte in der Altstadt bis zu 40 Personen aufgehalten haben sollen, ein Großteil davon Polizeibeamte. Dabei seien die verordneten Mindestabstände nicht eingehalten worden. Auch habe keiner Mund-Nase-Masken getragen. Zudem sei die Gaststätte länger als bis zur derzeit erlaubten Grenze von 22 Uhr geöffnet gewesen.

Das Polizeipräsidium bestätigt in ihrer Pressemitteilung, dass in der Gaststätte mehrere Polizeibeamte ordnungsgemäß Plätze reserviert hätten. Im Verlauf des Abends habe sich die Anzahl der Gäste, auch mit Polizeibeamten erhöht, sodass man die Beobachtungen bestätigen könne. Dieses Verhalten sei keineswegs ein Kavaliersdelikt und werde mit aller Konsequenz aufgeklärt, kündigt das Polizeipräsidium an. Etwaige Verstöße gegen die Verordnungen würden geahndet, disziplinarrechtliche Maßnahmen geprüft.

Es sei für die Führung der Polizei in Mainz nicht akzeptabel, dass offensichtlich eine kleine Gruppe Polizeibeamter das gute Ansehen der Mainzer Polizei mit diesem nicht zu tolerierenden Verhalten schädige, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

Teilen
Vorheriger ArtikelMainz schenken und Gutes tun
Nächster ArtikelNoch Luft nach oben
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“