Kulturdezernentin Marianne Grosse und der Direktor des Naturhistorischen Museums, Bernd Herkner, freuen sich, dass das Museum wieder geöffnet hat. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Nach vielen Wochen der Schließung haben die großen Mainzer Museen in der Innenstadt jetzt endlich wieder geöffnet. Kulturdezernentin Marianne Grosse informierte sich im Gutenberg-Museum und im Naturhistorischen Museum darüber, wie ein Museumsbesuch in Zeiten von Corona funktioniert.

Eines kennt man bereits von den Gaststätten, die bereits einige Tage vorher neu eröffnen durften: Man wird angehalten, seine Kontaktdaten hinterlassen. Ein Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht. Wer erst am Eingang bemerkt, dass er diesen zuhause vergessen hat, muss sich allerdings nicht ärgern. Die Einrichtungen haben entsprechende Vorräte. Auf die Handhygiene wird größten Wert gelegt.

In den Museen werden die Besucher geleitet und kanalisiert, um die Mindestabstände zugewährleisten. In größeren Gruppen die Sehenswürdigkeiten bestaunen, das ist in diesen Zeiten nicht möglich. Bezogen auf die Ausstellungsflächen wird zudem die Zahl der Besucher gedeckelt.

Im Naturhistorischen Museum sind dies maximal 85. Dort bekommt man am Eingang einen kleinen Plastikchip, den man vor dem Verlassen abgibt und somit Platz für den nächsten Besucher macht.

Überall in den großen Museen werden die Besucher in neuer Form geleitet. Foto: Ralph Keim

Im Naturhistorischen Museum sind jedoch viele beliebte Angebote, beispielsweise das museumspädagogische Programm und die Kindergeburtstage in der gewohnten Form nicht möglich. Aber das Museum bietet Alternativen.Maximal 180 Besucher dürfen sich gleichzeitig im Gutenberg-Museum aufhalten. Auch im bedeutendsten Mainzer Museum gelten die aktuellen Vorschriften, ebenso im Landesmuseum, das maximal 57 Besucher reinlässt.

Doch trotz aller Vorschriften, die nicht ohne Unannehmlichkeiten verbunden sind, überwog überall die Freude dafür, dass die Einrichtungen endlich wieder geschlossen haben. Kulturdezernentin Grosse und der Direktor des Naturhistorischen Museums, Bernd Herkner, betonten die Bedeutung der musealen Angebote in der Landeshauptstadt.

Im Landesmuseum informierte sich Kulturminister Konrad Wolf über die Wiedereröffnung. „Ich freue mich, dass die Landesmuseen sowie viele staatliche Burgen und Schlösser im Land wieder geöffnet sind und die Hygienekonzepte greifen“, so Minister Wolf.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“