Aufgelockert - so wird sich der Kostheimer Weinstand in diesem Jahr präsentieren. Foto: Ralph Keim

KOSTHEIM – Mit zwei Wochen Verspätung hat der Kostheimer Weinstand jetzt wieder geöffnet.Am 1. Mai, dem traditionellen Eröffnungstag der Saison, war das Areal am Mainufer noch coronabedingt gesperrt gewesen. Jetzt steht einem Genuss von Tropfen aus Kostheimer Lagen nichts mehr im Wege. An den Öffnungstagen Freitag, Samstag und Sonntag hat sich nichts geändert. Sieben Kostheimer Winzer werden sich in den kommenden Monaten abwechseln.

Schlangen hat es am Weinstand immer gegeben. Dieses Jahr sind sie auch den Corona-Verordnungen geschuldet. Foto: Ralph Keim

Doch Sitzmöglichkeiten gibt es in diesem Jahr deutlich weniger als sonst. Um die immer noch geltenden Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie auch rund um den Weinbrunnen einhalten zu können, müssen die Weinfreunde ihre Gläser weitgehend im Stehen leeren. Der Sicherheitsabstand muss gewahrt werden. Masken sind keine Pflicht, was beim Essen und Trinken auch etwas hinderlich wäre. Pflicht ist jedoch, dass sich jeder Besucher mit seinen persönlichen Daten in eine Liste einträgt.

Es gibt nicht mehr so viele Sitzplätze. Foto: Ralph Keim

Und das wichtigste: Es sind maximal 113 Gläser im Umlauf. Das resultiert aus der Größe des Areals. Bei 1130 Quadratmetern und durchschnittlich zehn Quadratmetern pro Besucher ergibt sich aus dieser Rechnung die 113 Gläser. Sind alle 113 Gläser im Umlauf, muss der 114. Besucher warten, bis zumindest ein Glas zurückgebracht wird. Gläser mitbringen ist nicht gestattet. An Speisen gibt es ausschließlich verpackte Brezel. Das Ordnungsamt und auch die Polizei haben bereits stichprobenartige Kontrollen angekündigt.

Bei durchaus schönem Spätfrühlingswetter am ersten Abend der neuen Saison überwog allerdings sowieso die Freude, dass die beliebte Anlaufstelle am Mainufer endlich wieder geöffnet hat.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Das stets am dritten Augustwochenende stattfindende Weinfest wird es in der gewohnten Form wohl nicht geben. Denn aktuell sind bis Ende August keine Großveranstaltungen gestattet.

Teilen
Vorheriger ArtikelPolizeibeamte beleidigt und bespuckt
Nächster ArtikelDie Oslo-Tour fiel leider ins Wasser
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“