Vor-Ort-Termin im Taubertsbergbad, wo sich die Umbau- und Sanierungsarbeiten dem Ende entgegen neigen. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Nach einem Beschluss der Landesregierung könnten die Freibäder in Rheinland-Pfalz ab 27. Mai, die Hallenbäder ab 10. Juni wieder öffnen – vorbehaltlich strenger Hygienevorschriften. In Mainz würde dies das Mombacher Schwimmbad betreffen. Das Taubertsbergbad oberhalb des Hauptbahnhofs stellt dagegen einen Sonderfall dar.

Denn während das Hallenbad coronabedingt geschlossen ist, könnte der Freibadbereich wegen der umfangreichen, rund 2,5 Millionen Euro teuren Umbau- und Sanierungsarbeiten sowieso nicht genutzt werden. Und diese Sanierung ist erst bis Ende Juni abgeschlossen.

Darüber informierten jetzt Daniel Gahr, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke, und Kerstin Stumpf, Geschäftsführerin der Mainzer Stadtbad GmbH, sowie Oberbürgermeister Michael Ebling und Sportdezernent Günter Beck bei einem Termin vor Ort. Dabei betonten alle Beteiligten die Bedeutung des Signals der absehbaren Wiedereröffnung unter den Vorzeichender Coronakrise.

Rund 2,5 Millionen Euro kostet der Umbau des Freibadbereichs. Foto: Ralph Keim

Ein Besuch im Freibad gehöre im Sommer besonders bei den Familien einfach dazu, bekräftigten Ebling und Beck. In Zeiten von Corona und den zahlreichen Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie sei dies allerdings noch nicht möglich. Immerhin: Sobald das Taubertsbergbad wieder geöffnet hat, werden die Wasserratten einen runderneuerten Freibadbereich vorfinden – unter anderem mit einem neuen Rasen und einem neuen Kinderspielbereich. Neue Dusch- und Umkleidebereiche gehören ebenso dazu wie die auffälligste Veränderung: Das neue 50-Meter-Becken ist aus Edelstahl gefertigt.

Das alte 50-Meter-Becken wird zu einem Mehrzweckbereich umgebaut, der ab Ende des Jahres mit einer eigenen Traglufthalle ganzjährig nutzbar zur Verfügung stehen soll. Damit stünde bei einer späteren Sanierung und Erweiterung des Sportbades zu einem Sport- und Familienbad eine Möglichkeit zur Verfügung, auch im Winter baden zu gehen.

Ebling und Beck bekräftigten noch einmal, dass es gut und richtig war, das viele Jahre in privater Hand verwaltete Taubertsbergbad zu rekommunalisieren. „Andernfalls hätten wir jetzt eine stillgelegte Ruine“, unterstrich der OB. Zur Erinnerung: Uwe Deyle hatte mit seiner privaten Taubertsbergbad Betriebsgesellschaft im November 2016 Insolvenz angemeldet. „Vielerorts sind ehemalige Deyle-Bäder nach der Pleite nicht wieder geöffnet worden“, ergänzte Dezernent Beck.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“