Siemens-Sprecher Edgar Eiser (rechts) überreichte den Spendenscheck an Vorsitzende Dr. Margret Pohl und Geschäftsführer Sven Engel. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Über eine Spende in Höhe von 2500 Euro freut sich der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Mainz mit seiner Integrativen Kita Hoppetosse in der Bretzenheimer Albert-Stohr-Straße. Die Spende stammt von der Siemens-Niederlassung Mittelrhein, Standort Mainz, deren Sprecher Edgar Eiser den Spendenscheck jetzt im Garten der Kita an die Vorsitzende Dr. Margret Pohl und Geschäftsführer Sven Engel überreichte.

„Wir spenden anstelle von Weihnachtsgeschenken für unsere Kunden an karitative Einrichtungen“, erläuterte Eiser den Hintergrund. Bereits vor zwei Jahren hatte Siemens 2500 Euro in die Bewegungslandschaft des neuen Krippengebäudes der Hoppetosse gespendet. Diesmal fließt der gleiche Geldbetrag in die Neueinrichtung des sanierungsbedürftigen rund 20 Jahre alten Snoezelen-Raumes der Integrativen Kita. Ein Snoezelen-Raum ist ein abgedunkelter weißer Raum, in dem schwerstbehinderte Kinder mit sensomotorischen Defiziten oder neurologischen Störungen durch Lichtreize oder musikalische Reize Anregungen erhalten. „Wir reduzieren die äußeren Reize für die Kinder, damit sie runterfahren und entspannen können“, erläuterte die Vorsitzende Dr. Margret Pohl den Hintergrund. Der Raum erhielt bereits einen neuen Boden und wurde frisch gestrichen, mit den 2500 Euro soll nun auch noch die Innenausstattung erneuert und etwa ein neues Wasserbett angeschafft werden.

„Das ist ein schöner Anlass in Corona-Zeiten“, betonte Pohl. Die Integrative Kita Hoppetosse arbeitet derzeit im Notbetrieb mit 28 von 77 Kindern. Natürlich gelten strenge Gesundheits- und Hygieneregeln wie etwa das Fiebermessen am Eingang oder das ständige Desinfizieren von Spielgeräten. Gearbeitet wird in fünf Kleingruppen a fünf bis sechs Kindern. Stets darf sich nur eine Gruppe im Garten aufhalten. Woche für Woche sollen nun immer mehr Kinder die Einrichtung besuchen dürfen. „Wir müssen aber immer schauen, dass wir die Regelungen einhalten können“, erläuterte Geschäftsführer Engel. „Es ist ein ständiges Abwägen und eine Gratwanderung, um nicht die Schließung der Einrichtung zu provozieren.“

Das Sommerfest der Kita wurde in diesem Jahr aus den bekannten Gründen abgesagt, ebenso die geplante gemeinsame Fahrt in den Hunsrück. Engel: „Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit auf dem Thema Öffnung.“

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.