Ein Pressegespräch in Corona-Zeiten: OB Michael Ebling (re.) und Sozialdezernent Eckard Lensch (2. v. r.) in der Kita Gartengewann. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

BRETZENHEIM. Auch wenn die Corona-Pandemie den Alltag weiterhin bestimmt: Die Stadt Mainz will ein weiteres Stück Normalität in den Alltag der städtischen Kindertagesstätten zurückbringen. In der Kita Gartengewann in Bretzenheim stellten Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) und Sozialdezernent Dr. Eckart Lensch (SPD) das Konzept für die nächste Erweiterungsphase der Notbetreuung von Kleinkindern gemäß den Vorgaben des Landes vor.

„Wir haben die Betreuung von Anfang an nicht auf Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufen beschränkt“, hob Ebling hervor. Während am 20. April rund 200 Kinder die Notbetreuung nutzten, sind es aktuell etwa 800. Eine Zahl, die weit entfernt von der Regelzahl der etwa 6000 Kita-Kinder sei. Ebling: „Die robuste Notbetreuung wollen wir nun erweitern und damit allmählich in die dritte Phase der Normalisierung – von vier möglichen – übergehen. „Dort werden wir aber nicht so schnell ankommen.“

Der Hygieneplan, der sich derzeit in der Aktualisierung befindet, sieht die Betreuung in festen Gruppen von maximal zehn Kindern vor, darüber hinaus die Mund- und Nasenbedeckung für Eltern beim Bringen und Abholen der Kinder. Der Nachwuchs soll in den Einrichtungen keine Masken tragen. Ob die Mund- und Nasenbedeckung für die Erzieher gelten wird, war beim Vor-Ort-Termin nicht eindeutig kommuniziert und soll noch geklärt werden. Vorgegeben ist dagegen die Einhaltung von Hygieneregeln, die für die Kinder primär das regelmäßige Händewaschen und für die Erzieher die Desinfektionsvorgaben umfassen. „Das sind aber Themen, mit denen das Betreuungspersonal ohnehin regelmäßig konfrontiert ist“, unterstrich Ebling. Eine erhöhte Infektiosität werde per se gegeben sein und eine gesteigerte Aufmerksamkeit erfordern, ergänzte Sozialdezernent Lensch. Nicht zuletzt aus diesem Grund könne es dazu kommen, dass sich entsprechend der Inkubationszeit alle zwei Wochen ein ganz neuer Sachstand“ ergibt. Für die Mainzer Betreuungseinrichtungen, die sehr unterschiedlich seien, werde es zudem „angepasste Lösungen“ geben.

Auf eines der Probleme wies die Bretzenheimer Kitaleiterin Gabriele Bachran hin. Von den eigentlich rund 20 zustehenden Teammitgliedern fehlen ihr auf dem Dienstplan sechs. Sei es durch offene Stellen oder wegen der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe. „Es wird eine Herausforderung sein, die unabhängigen Teams zu gründen.“

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.