Die Breite Straße ist die Haupteinkaufsstraße von Gonsenheim. Foto: Ralph Keimv

GONSENHEIM – Von den Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie war und ist auch die Breite Straße als Haupteinkaufsmeile des Stadtteils betroffen. Aber auch hier haben die Geschäfte jetzt endlich wieder geöffnet. Ein erstes Zwischenfazit lautet: Es ist noch Luft nach oben.

Nicht unbedingt zufrieden zeigt sich Peter Marschall von Ringfoto Marschall. „Bei uns war die Kundenresonanz bislang eher verhalten, besonders in der ersten Woche.“ Das Kontaktverbot ziehe sich wie ein roter Faden durch den Geschäftsalltag. „Aber die Leute halten sich wenigstens daran“, lautet seine Einschätzung. Aber gerade die Verordnung zum Mindestabstand erweise sich im Beratungsgespräch im Laden als Problem. „Einem Kunden eine Kamera zu erklären, ist mit dem gebotenen Mindestabstand kaum zu machen.“ 

Wesentlich zufriedener zeigt sich Cornelia Becht vom Blumenladen „Zaubernuss“. Dort gab es während der Schließung „Blumen to go“ mit einer Kasse „des Vertrauens“. Das habe sich durchaus gelohnt. „Die meisten haben sich daran gehalten und sogar etwas mehr eingeworfen“, berichtet Cornelia Becht. Jetzt arbeite man bei „Zaubernuss“ auf Muttertag hin. An Muttertag hat „Zaubernuss“ von 9 bis 13 Uhr geöffnet, an den normalen Sonntagen von 10 bis 12 Uhr.

„Durchaus gut gelaufen“, lautet das erste Fazit von Uta Jacobi von Interior Design. „Die Leute freuen sich sichtlich, wieder in die Geschäfte zu dürfen. Und an die Masken hat man sich auch mittlerweile gewöhnt.“ Für Kati Lehtinen-Hahn, Inhaberin des Geschäfts „Flair“, sind die ersten beiden Wochen sogar sehr gut gelaufen.

Die Geschäfte sind auf die Corona-Verordnungen vorbereitet. Foto: Ralph Keim

Ortsvorsteherin Sabine Flegel zeigt sich erleichtert, dass die Geschäfte endlich wieder geöffnet haben. Die Maskenpflicht heißt sie ausdrücklich gut: „Dies kommt besonders älteren Menschen entgegen, die sich vorher gescheut haben, vor die Tür zu gehen.“ Die Ortsvorsteherin appelliert noch einmal an die Bürger, die lokalen Geschäfte vor Ort zu bevorzugen. Denn auch sie sieht da noch Luft nach oben.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“