Schuldezernent Lensch (li.) besuchte die Anne-Frank-Schule, wo er sich von Schulleiter Früholz (re.) den Schulalltag in Zeiten der Coronakrise erläutern ließ. Foto: Ralph Keim

MAINZ – So langsam fährt in Rheinland-Pfalz der Unterricht an den Schulen wieder hoch, wenn auch längst nicht für alle Klassen. Und der Unterricht im Frühsommer 2020 stellt vor dem Hintergrund der Coronakrise eine besondere Herausforderung dar: Die Schüler müssen grundsätzlich Abstand halten, die Klassen sind deswegen verkleinert worden, und auf die Handhygiene wird mehr denn je Wert gelegt.

Das Desinfizieren von Händen ist auch Teil des Schulalltags geworden. Foto: Ralph Keim

So auch in der Anne-Frank-Schule, wo sich Schuldezernent Eckart Lensch (SPD) ein Bild über die Herausforderungen machte. In dieser Realschule hat der Neustart mit den neunten und zehnten Klassen mit insgesamt 100 von rund 500 Schülern begonnen. Dabei betonte Schuldezernent Lensch, dass es gut und richtig sei, den Unterricht nach mehrwöchiger Zwangspause wieder hochzufahren. Schule und Unterricht seien in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein wesentlicher Faktor ihrer Entwicklung. Die Gesellschaft könne es sich nicht erlauben, Kinder und Jugendliche über einen langen Zeitraum von der Schule fernzuhalten.

Vor dem Besuch der Unterrichtsräume stand auch für den Schuldezernenten die Desinfektion der Hände an. Als Träger der Anne-Frank-Schule hatte die Stadt Mainz im Vorfeld des Schulstarts für notwendigen Hygienematerialien gesorgt, also nicht nur für Desinfektionsmittel, sondern auch für wiederverwendbare Alltagsmasken und einfachen Mund-Nasen-Schutz, die wiederum unter anderem vom Land zur Verfügung gestellt wurden.  

Schulleiter Ralf Früholz erläuterte die Maßnahmen und Verhaltensregeln. Mehrmaliges Händewaschen sei jetzt Pflicht. Um nicht zu viele Schule im Schulhof zusammenzuballen, werden die Pausen blockweise und zeitlich versetzt organisiert. Nach dem Unterricht noch in den Gängen und auf dem Hof klönen? Das ist jetzt verpönt. „Nach dem Unterricht verlassen wir unverzüglich die Schule und den Bereich vor der Schule“, so eine weitere Anweisung.

Eine Anweisung in Zeiten von Corona. Foto: Ralph Keim

Dezernent Lensch nutzte die Gelegenheit, all denen zu danken, die mit Hochdruck daran gearbeitet haben, dass Hygienematerialien wie Desinfektionsmittel sowie Bedeckungen für Mund und Nase rechtzeitig in den Schulen angekommen sind. Schulleitung Früholz zeigte sich vorsichtig optimistisch, die Schüler langsam wieder in Richtung Normalität zu führen.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“