Das Bistro der Alten Markthalle hat einen neuen Pächter. Archivfoto: Ralph Keim

FINTHEN – Mit Aljoscha Brosius (32) hat das Bistro in der Alten Markthalle einen neuen Pächter. Der gebürtige Mainzer übernimmt die beliebte Einrichtung in schwierigen Zeiten und ist froh, dass ihm der Eigentümer der Immobilie, Dieter Pieroth, entgegengekommen ist. „Der Verpächter hat freiwillig angeboten, im Mai auf die Pacht zu verzichten. Ich trage lediglich die Nebenkosten sowie alle anderen Kosten, die ab 1. Mai anfallen.“ Bekanntlich ist es in allen gastronomischen Einrichtungen wegen der Coronakrise noch immer nicht gestattet, dass die Gäste vor Ort zu bewirtet werden.

Die Alte Markthalle in Finthen als Einkaufszentrum wurde 1999 eröffnet. Seitdem gibt es auch das Bistro. „Das erste Mal Kontakt hatten wir bereits Anfang Januar. Der Verpächter hat mich in der Markthalle zum Mittagessen eingeladen. Die Sympathie war sofort vorhanden und wir waren uns beide sofort darüber einig, es miteinander zu probieren“, erzählt Aljoscha Brosius, der für den 1. Juni die Eröffnungsfeier plant, vorbehaltlich der geltenden Corona-Verordnungen.

Bis dahin nutzt er die Zeit, das komplette Restaurant neu zu gestaltet und einzurichten. „Außerdem arbeiten wir an unserer Online-Präsenz.“ Die künftigen Besucher dürfen sich auf ein neues Konzept freuen. „Wir werden sehr viel Wert auf Regionalität und Saisonalität legen, dabei dazu unter anderem verschiedene Landwirte aus Finthen sowie Weingüter aus der Nähe mit einbinden“, so Aljoscha Brosius weiter.

„Wir starten den Tag mit unserem Frühstücksangebot und gehen dann nahtlos zum täglich wechselnden Mittagstisch mit kleiner Karte über, der dienstags bis freitags angeboten wird. Am Nachmittag wird es eine kleine Bistro-Karte mit rheinhessischen Klassikern zum Wein sowie Kaffee und Kuchen geben.“ Am Abend werden dann sowohl die beliebten Bistro-Klassiker der Vorpächter, also Burger, Flammkuchen und Steaks, angeboten, aber auch regelmäßig wechselnde neue Kreationen.

Aljoscha Brosius. Foto: red

„Hierbei werden wir auf klassische deutsche Küche setzen, die wir etwas moderner interpretieren wollen, allerdings zu einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis. Wir wollen nicht in die gehobene Gastronomie, sondern jedem ein anständiges Essen in netter Atmosphäre zuguten Preisen bieten.“ Aussichten auf Wiener Backhendl, Königsberger Klopse und diverse Schmorgerichte lassen jetzt schon das Wasser im Mund zusammenlaufen. Vegetarier und Veganer werden dabei auch nicht vergessen. „Dazu gibt es frisch gezapftes Bier, zehn offene Weine sowie eine nationale und internationale Flaschenweinkarte.“ Sonntags mittags wird es gegen Vorreservierung für unter 20 Euro ein 3-Gang-Menu „wie bei Oma“geben.

Am späteren Abend soll es dann im neu gestalteten Thekenbereich etwas mehr in Richtung Bar gehen- mit passendem Licht und Musik. Hausgemachte Cocktails und Longdrinks wird es ebenfalls geben. „Es soll aber kein Kneipenfeeling entstehen“, bekräftigt Aljoscha Brosius, der den Beruf des Kochs im Weingut Marienhof in Laubenheim gelernt hat. Danach war er unter anderem als Restaurantleiter im Hahnenhof sowie als Chef de Rang im Restaurant des Favorite-Parkhotels tätig. Der Montag ist als Ruhetag vorgesehen.

Weitere Informationen unter markthalle-finthen.de, instagram.de/markthalle.finthen und facebook.de/markthalle.restaurant.bistrobar.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“