Auch beim Karnevalverein Die Brunnebutzer (hier beim Sturm auf die Ortsverwaltung im Januar) hofft man, dass die Kampagne 2020/2021 halbwegs normal über die Bühne gehen wird. Archivfoto: Gregor Starosczyk-Gerlach

MARIENBORN – Auch wenn die strengen Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorsichtig gelockert worden sind, liegt das Vereinsleben immer noch brach. So auch bei den Marienborner Brunnebutzer. Doch die Fastnachter sehen der Kampagne vorsichtig optimistisch entgegen.

„Das Vereinsleben ist momentan stillgelegt. Es finden keine Proben statt und auch keine Sitzungen des Vorstands. Unsere Mitgliederversammlung im Mai haben wir abgesagt, unser Vereinsheim ist komplett geschlossen“, erläutert Volker Wagner, Präsident der Marienborner Korporation.

Ungeachtet der aktuellen Situation haben die Brunnebutzer nach Auskunft von Präsident Wagner jetzt schon 90 Prozent der Karten der vergangenen Kampagne für 2021 verkauft. „Auch das Programm für 2021 durch unsere eigenen und befreundeten Aktiven steht schon zu 90 Prozent fest. Deshalb sind wir eigentlich sehr gut aufgestellt und könnten gut in die Kampagne 2021 starten.“

Ob die Saalfastnacht, bei der bekanntlich viele hundert Menschen eng zusammensitzen, wie gewohnt über die Bühne gehen kann, ist auch für Brunnebutzer-Präsident Wagner derzeit noch offen. „Ich glaube, es hängt viel davon ab, ob wir bis dahin ein Medikament beziehungsweise einen Impfstoff für Corona haben. Ist dies der Fall, sehe ich sehr gute Chancen für die kommende Kampagne. Falls wir bis dahin noch kein Medikament haben, wird es allerdings fast unmöglich sein, die Sitzungen abzuhalten.“ 

Volker Wagner kann sich aber nicht vorstellen, ähnlich wie beim Fußball, ohne Zuschauer, sondern nur mit Live-Übertragungen zu arbeiten. „Nur die Hälfte an Leuten mit Mundschutz reinzulassen, ist für mich momentan ebenfalls noch nicht vorstellbar.“ Grundsätzlich stehe auch bei den Brunnebutzern die Gesundheit der Mitglieder, der Gästen und der Aktiven im Vordergrund. „Wir müssen sehen, was auf uns zu kommt und in den nächsten Wochen und Monaten dann eine Entscheidung fällen.“

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“