2017 empfing der Mainzer OB Michael Ebling die Gäste aus Rodeneck anlässlcih des 40-jährigen Bestehens der Partnerschaft. Foto: Helene Braun

FINTHEN/RODENECK – Der Mainzer Stadtteil Finthen Rodeneck unterhält seit 1977 eine lebendige Partnerschaft mit der 1.262 Einwohner zählenden Gemeinde Rodeneck in Südtirol. Zwar führten alle Wege nach Rom, heißt es, doch nach Rodengo, so der italienische Name, führt nur eine einzige. Von Durchgangsverkehr bleibt Rodeneck, dessen Gebiet sich bis auf 2100 Meter Höhe erstreckt, verschont, aber der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle. Und so bleibt auch das Bergdorf vom Coronavirus nicht verschont, insbesondere auch durch die vielen auswärts Arbeitenden. August Werum, der langjährige Partnerschaftsbeauftragte, kümmert sich noch immer um den Kontakt zu den Partnern. Mit Bürgermeister Klaus Faller hat Werum einen Schriftverkehr zur aktuellen Pandemie geführt.

August Werum hat aus Altersgründen das Amt des Partnerschaftsbeauftragten abgegeben, kümmert sich aber dennoch weiter um den Kontakt. Foto: Helene Braun

Klaus Faller schreibt ihm dazu: „Die Situation in Italien ist in der Tat schrecklich. Insbesondere die Lombardei ist ja sehr stark von der Pandemie betroffen und die Ereignisse geben auch uns zu denken.“ In Südtirol sei die Lage nicht so gravierend. Vor allem hänge das damit zusammen, dass die Entwicklungen noch nicht so weit fortgeschritten waren, als die strengen Maßnahmen getroffen wurden. Es zeichne sich bereits eine leichte Verbesserung ab. „Wir hoffen natürlich, dass die Vorkehrungen die getroffen wurden, Früchte tragen.“

Auch in Rodeneck waren positive Fälle zu verzeichnen. Dabei handelte es sich um Personen, die sich aus den verschiedensten Gründen (Arbeit, Studium) in den besonders betroffenen Gebieten des Landes oder des Staates aufgehalten hatten. Glücklicherweise gehe es aber allen wieder gut und in den letzten Tagen seien auch keine neuen Erkrankungen dazu gekommen.

Wirtschaftlich ist der vom Tourismus lebende Ort stark betroffen. Dennoch ist Faller guten Mutes, auch das zu überwinden. Das Wichtigste sei, das Virus in den Griff zu bekommen und die Übertragungskette zu stoppen. „Ich bin zuversichtlich, dass das gelingen wird, denn mittlerweile halten sich die Menschen nahezu vorbildlich an die strengen Ausgangssperren. Die negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft werden wir dann schon wieder ausmerzen, wenn gleich dies sicherlich lange dauern wird.“

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.