Mit der Aktion „Hechtsheim hilft“ stemmen sich die Hechtsheimer gemeinsam gegen die Corona-Krise. Foto: privat

HECHTSHEIM – In diesen schweren Zeiten der Corona-Krise rücken die Menschen geistig und moralisch enger zusammen, auch wenn sie körperlich auf Distanz gehen (müssen). Ganz besonders in Hechtsheim, wo sich die WhatsApp-Gruppe „Hechtsheim hilft“ unter Federführung von Ortsvorsteherin Tatiana Herda Munoz (SPD) in den vergangenen Wochen zum Erfolgsmodell entwickelt hat. „Ich bin als Ortsvorsteherin mitverantwortlich, dass sich alle in Hechtsheim wohl fühlen“, erläutert sie ihre Beweggründe, eine solche Hilfe für Ältere, Schwächere und Kranke in Hechtsheim zu organisieren. „Wir vermitteln jeden Tag, etwa ein- bis zweimal pro Tag“ sagt sie im Gespräch mit der Lokalen.  „Und wir haben glücklicherweise mehr Helfer als Hilfesuchende.“ Auch ZDF Wiso und SWR4 haben über diese Aktion bereits berichtet.

Rund 60 bis 70 Hechtsheimerinnen und Hechtsheimer haben sich in den Dienst der guten Sache gestellt. Das Angebot reicht von der Vermittlung von Hilfspatenschaften in der direkten Nachbarschaft zum Einkaufengehen oder Gassigehen mit dem Hund über die Vermittlung von Telefonfreundschaften für Menschen, die sich gerne austauschen möchten, bis zur Kinderbetreuung in Notfällen. Zudem gibt es die Aktion „Lesen gegen Langeweile“ mit Profisprecherin Katharina Linnepe und die Übertragung eines Online-Zumba-Kurses aus dem Fitnessstudio. Seit Montag wird Vorlesen für Kinder angeboten. Es gibt auch eine Kaffeeklatsch-WhatsApp-Gruppe und einen Regenbogenbaum auf dem Lindenplatz, wo Hechtsheimer Kinder ihre selbst gemalten Regenbogenbilder aufhängen können. Besonderer Clou ist die Nähabteilung von „Hechtsheim hilft“, die aus alten Feuerwehrhemden Gesichtsmasken herstellt. Die ersten Masken werden an die Seniorenresidenz auf der Frankenhöhe übergeben.

Solche Masken stellt die Nähgruppe von „Hechtsheim hilft“ her. Foto: Tatiana Herda Munoz

Auch die vor einem halben Jahr gegründete Initiative Kaufvorort-hechtsheim.de, die den lokalen Einzelhandel stärken will, hat über die neue Gruppe zusätzliche Transparenz gewonnen. Als neuestes Projekt schwebt Tatiana Herda Munoz eine digitale Kursplattform vor, bei der mit einem „Pay as you like“-Button bezahlt werden kann. Der Ortsvorsteherin gehen die Ideen nicht aus.

Weitere Informationen zu „Hechtsheim hilft“ bei Ortsvorsteherin Tatiana Herda Munoz, Telefon 0176/61504499, Email an tatiana.herdamunoz@gemeinsam-hechtsheim.de und zur Kinderbetreuung bei Sozialassistent Florian Kowalewski, Telefon 0157/61504499.

 

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.