Auch Nackenheims Ortsbürgermeister René Adler muss die Coronakrise meistern. Foto: Archiv

NACKENHEIM – Die Coronoakrise betrifft längst jeden einzelnen Bürger. Auch der Nackenheimer Ortsbürgermeister René Adler hat sein Leben komplett umstellen müssen. „Ich erlebe die Krise als eine außerordentlich intensive Zeit. Die Lage muss ständig neu bewertet, die Maßnahmen der Ortsgemeinde müssen zeitnah angepasst und umgesetzt werden“, erläutert er seinen Alltag.

„Über die getroffenen Maßnahmen informieren wir die Bürger zeitnah und transparent auf allen uns verfügbaren Kanälen.“ Die Notbetreuung in den Kindertagesstätten sei zu organisieren, Handlungsanweisungen für die Mitarbeiter seien zu erstellen, die Eltern gut zu informieren. „Das Team im Rathaus, die Erzieherinnen und Erzieher und alle Mitarbeiter der Ortsgemeinde sind stark gefordert, gilt es doch, neben der Bewältigung der Krise – den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und die Dinge am Laufen zu halten“, so der Ortsbürgermeister weiter.

„Daneben haben wir die Einrichtung und personelle Besetzung eines Service-Telefons organisiert, um Hilfsangebote und Hilfeersuchen zu koordinieren. Da die Gremienarbeit aktuell ausgesetzt ist, werden wichtige Entscheidungen im Rahmen der Eilentscheidungskompetenz des Ortsbürgermeisters getroffen.“ Dies bedinge jedoch einen teilweise zeitintensiven Beteiligungsprozess aller Fraktionen und der Beigeordneten per Telefon und E-Mail.

Ausdrücklichen Dank und Anerkennung zollt der Nackenheimer Rathauschef allen, die dafür sorgen, dass die Grundversorgung der Bevölkerung weiterhin sichergestellt ist. Sei es aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich, aus dem Ordnungs- und Sicherheitsbereich oder aus einem anderen systemrelevanten Bereich. „Was dort geleistet wird, verdient unser aller Hochachtung. Meine Anerkennung gebührt auch allen, die ihre unbürokratische Hilfe angeboten haben und uns bzw. den Bürgern als Helferpool im Hintergrund für verschiedene Aufgaben zur Verfügung stehen.“

Wie lange die Krise noch anhält, kann derzeit nicht abgeschätzt werden, aber irgendwann wird sie überwunden sein. „Ich wünsche mir sehr, dass die nun gelebte Solidarität weiterhin Bestand hat und es ein neues Mit- und Füreinander in der Bevölkerung gibt“, hofft Adler. „Auch wünsche ich mir, dass man den Stellenwert vieler wichtiger Berufe erkennt und die breite Anerkennung in der Bevölkerung endlich zu einer nachhaltigen Aufwertung dieser Berufsgruppen führt.“

Die Beschäftigten in diesen Berufsgruppen gehen derzeit ans Limit und teilweise weit darüber hinaus, sie halten für alle den Kopf. „Eine Aufwertung dieser Berufe wäre ein deutliches Zeichen der Wertschätzung.“

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“